Urlaub vom 20.07.- xx.yy. 2025, auf dem Weg nach Rumänien
Abreise am Sonntag, den 20.07.2025 um 14:15 Uhr von zu Hause mit 106.547 km. Wir fahren erst mal in die Ecke um den Steinberger See, die wir besonders gerne besuchen. Es ist sehr warm und schwül und deswegen geht es gleich nach dem Kaffeetrinken ab in die kühlen Fluten.
Abends sitzen wir nach lecker Saltimbocca mit Gemüse noch lange draußen, bis uns die Mücken zu sehr nerven.
Position: Camping
Steinberger See 49°16‘55.02“N, 12°10‘26.4“E, 106.659
km
Strand: Sand mit feinen Kieselsteinen
Wasser:
23°C
Temperatur: 32°C
Himmel: sonnig bis leicht bewölkt,
abends stärkere Bewölkung
Montag, den 21.07.2025
Leider hat der Wetterbericht heute mit dem Regen recht… Am Vormittag wird er sogar noch stärker und wir faulenzen im KGM. Andrea bäckt einen Nusszopf :-)
Um 17:00 Uhr schafft es die Sonne doch noch ein wenig uns zu wärmen und wir essen draußen unsere Kohlrabi-Lasagne.
Position: Camping
Steinberger See 49°16‘55.02“N, 12°10‘26.4“E, 106.659
km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 17-19°C
Himmel:
Regen und starke Bewölkung
Dienstag, den 22.07.2025
Den ganzen Tag immer wieder kurze Regenschauer. Am Vormittag noch ein wenig einkaufen in Schwandorf. Gegen 12:45 Uhr klopfen dann Andi und Ulli an unserer Türe und es gibt erst mal eine Runde Nusszopf :-)
Nach dem üblichen Informationsaustausch legen wir unsere Route durch Tschechien und Slowakei fest. Da wollen wir auf die Mautpflichtigen Strecken verzichten und wollen nur Landstraße fahren.
Später kommt doch
noch ein wenig die Sonne zwischen den Wolken durch und wir schwimmen
noch mal eine Runde im Steinberger See. Der hat aber durch den Regen
etwas abgekühlt… Nach Schweizer Wurstsalat und frischem Bauernbrot
lassen wir den Abend am See und WoMo ausklingen.
Position: Camping
Steinberger See 49°16‘55.02“N, 12°10‘26.4“E, 106.659
km
Strand: Sand mit feinen Kieselsteinen
Wasser:
21,5°C
Temperatur: 17-21°C
Himmel: Vormittags zugezogen
und Regenschauer, am Nachmittag freundlicher
Mittwoch, den 23.07.2025
Wir starten so gegen 10:00 Uhr mit Wasser auffüllen und entsorgen. Dann erst mal Richtung Cham, den bayrischen Wald und über den Grenzübergang bayrisch Eisenstein nach Tschechien. Irgendwann nach einem kurzen „bio-break“ stellt Andy fest, dass es in ihrem WoMo ein Wasserproblem gibt. Es muss aber leider das Bett dazu zerlegt werden um an den Wassertank und die Pumpe zu kommen. Irgendwie hat sich die Entlüftung vom Tank gelöst und auch die Shurflo Pumpe spritzt aus allen Ecken Wasser. Zudem hat er die Vermutung, dass auch der Tank einen Haarriss hat. Die Pumpe ist nicht mehr zu reparieren, aber wir finden auf unserem Weg nach Brünn einen Anbieter, welcher die auf Lager hat. Was für ein Glück, zudem sprechen die gut deutsch!
Bei Krumau an der
Moldau fangen wir langsam an einen Stellplatz zu suchen. Nach ein
paar Anläufen finden wir einen tollen Camping, direkt an der Moldau
und rings um Wiese und Wald. Dort sitzen wir erst in der Sonne und
Abends wird die deutsche Damen Nationalmannschaft angeschaut. Scheeee
:-)
Position: Camping
Paradijs 48°50‘20.8“N, 14°22‘27.9“E, 106.916 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: 15-23°C
Himmel: bewölkt
mit längeren sonnigen Abschnitten
Donnerstag, den 24.07.2025
In der Nach hat es mal kurz geregnet. Zum Aufbruch in Richtung Brünn wird das Wetter aber besser und es kommt immer wieder die Sonne durch. Da wir ohne Maut zu bezahlen unterwegs sind, haben wir auch viele Nebenstraßen zu befahren. Die letzten 20 km bis zum Campingworld Neugebauer zieht sich über einen Flickenteppich von Landstraße. Die mautfreien Nebenstraßen sind hier eine echt Katastrophe!
Wir bekommen die bestellte Pumpe für Andy, aber nach dem Einbau ist immer noch was undicht. Wir finden nach längeren suchen und probieren das Problem in Form einer gerissenen Überwurfmutter, tauschen diese und dann ist alles dicht.
Da es schon ziemlich
spät geworden ist, fahren wir in einen Feldweg und stellen uns
unsichtbar von der Straße hinter einige große Büsche und Bäume.
Vom Fenster aus beobachten wir Feldhasen und Fasane. Da kochen und
essen wir gemeinsam und verbringen auch eine ruhige Nacht.
Position: Stellplatz
am Feld 48°59‘39.7“N, 16°32‘01.1“E, 107.131 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: 14-23°C
Himmel: bewölkt
mit längeren sonnigen Abschnitten, am Abend leichter Regen
Freitag, den 25.07.2025
Wir fahren um 9:30
Uhr von unserem Stellplatz los. Erst geht es durch ein paar
Städtchen, dann wieder Querfeldein über enge Landstraßen und
Berge. Vorbei an großen Sonnenblumenfeldern und großen
Getreidefeldern. Wir erreichen die Slowakei und fahren bei Cicmany
auf einen Skilift Parkplatz. Die Preisgestaltung mit
unterschiedlichen Zeitzonen ist aber so unverschämt (in Summe 19€
ohne irgendeine Dienstleistung) das wir weiter fahren. Bei einem
Wasserspeicher finden wir einen total versteckten Stellplatz. Die
Anfahrt ist zwar ein wenig eng, aber das Ergebnis richtig gut! Dann
wird der Gasgrill von Andy aufgebaut und wir brutzeln unsere Sachen.
Lecker!!
Position: Stellplatz
im Wald 48°59‘17.8“N, 18°34‘58.4“E, 107.359 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: 16-26°C
Himmel: bewölkt
mit längeren sonnigen Abschnitten, am Abend ein paar Tröpfchen
Samstag, den 26.07.2025
Wir verlassen bei aufkommenden Regen unseren tollen Übernachtungsplatz. Das vorhergesagt Regengebiet begleitet uns mehrere Stunden uns so sehen wir einige schöne Ecken von der Slowakei leider nur im Regen oder Nebel :-( Eindrucksvoll wird es jedoch, als wir mehrere Blitze sehen, welche senkrecht in den Boden schlagen und dabei mehrere Blitze hintereinander den gleichen Weg nehmen. Es sieht so, als wenn dieser Blitz pulsiert.
Eigentlich wollten
wir auf einem Weingut mit kleiner Weinprobe den Abend verbringen,
aber das „Goggele“ führt uns mal wieder in eine Sackgasse. Zum
Glück sehen wir beim Abbiegen einen Hinweis auf einen Campingplatz.
Dieser entpuppt sich als Glücksgriff, mit absolut neuen und sauberen
Sanitäranlagen, Wiese und schattigen Bäumen, sowie einen großen
Pavillon vor der Bar. Die Bierpreise mit 2,5€ für ein frisch
gezapftes 0,5l Bier sind auch in Ordnung! Am Abend holt uns der Regen
wieder ein und wir sitzen noch bis nach 23:00 Uhr unter dem Pavillon.
Position: Camping Mala Bara 48°59‘17.8“N, 18°34‘58.4“E, 107.712 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: 18-26°C
Himmel: Morgens
Regen, mittags Sonne mit Wolken, abends wieder Regen
Sonntag, den 27.07.2025
Heute müssen wir rund 100 km durch Ungarn fahren. Hier wurde am 1.1.2025 eine elektronische Maut für WoMo >3,5t eingeführt. Entweder man muss sich von einem zertifizierten Anbieter eine On-Board-Unit leihen oder seine Fahrtroute über das Internet registrieren und zahlen. Zahlen kann man nur mit einer VISA Card! Der große Haken dabei ist, dass man nur 120 min Zeit hat diese Strecke abzufahren!!! Man versucht einen als WoMo Fahrer mit Gewalt durchsichtig zu machen, maximal Geld heraus zu holen und alles möglichst kompliziert zu machen. Die Nebenstraßen sind dabei noch schlechter als die voran gegangenen in Tschechien/Slowakei. 40-50 km/h sind die Höchstgeschwindigkeit! Wir schaffen es mit einmal Nachkaufen die Strecke zu bewältigen.
An der Grenze in Rumänien kaufen wir dann ein 10 Tagesticket für 4€….es geht auch einfach!
Danach geht es auf einen kleinen Campingplatz bei Sapanta wo wir auch recht lecker zu Abend Essen. Das Bier schmeckt gut, aber leider läuft der Abend mit mehreren „Palinca“, einem selbst gebrannten Schnaps dann etwas aus dem Ruder…..
Abendessen auf dem Camping Poieni
Position: Camping
Poieni, 107.952 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur:
18-26°C
Himmel: Morgens Regen, mittags Sonne mit Wolken, abends
wieder Regen
Montag, den 28.07.2025
Nach etwas Anlaufschwierigkeiten ;-) wegen dem gestrigen Abend sehen wir uns den „fröhlichen Friedhof“ und die zugehörigen Kirchen an. Auf den Gräbern stehen keine Grabsteine, sondern fein bearbeitete und bunt bemalte Holzkreuzen mit Motiven des Verstorbenen und einem kurzen Gedicht aus ihrem Leben. Die Kirche ist innen sehr beeindruckend und hat auch außen tolle Wandmalereien.
Danach geht es weiter nach Barsana zu einer großen Holzkirche und dem sehr schön angelegten Gelände herum. Auch hier stehen wieder viele Gebäude nur aus Holz.
Holztore von privaten Häusern
Den Abend verbringen wir auf dem Parkplatz vor dem Startpunkt der Waldeisenbahn in Viseu de Sus.
Position: Stellplatz Viseu de Sus, 47°42‘52.8“N
24°26‘25.4“E,108.053 km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: 18-22°C
Himmel: heute mal kein Regen, Sonne
mit Bewölkung
Dienstag, den 29.07.2025
Heute geht es mit der Nostalgie Eisenbahn von 1954 und den „original“ harten Holzbänken geht es in die engen Schluchten hinein. Immer wenn man glaubte hier ist Schluss, geht es aber doch noch weiter. Manchmal ist der Fluss nur noch 1 m entfernt und das ganze Tal noch 30m breit. Die Dampflok macht dabei einen unglaublichen Lärm und haut Mengen an Dampf und Rauch von der Holzfeuerung hinaus. Je nach Windrichtung erkennt man etwas….oder auch nicht :-o
Mittagessen mit Folklore
.....es ist manchmal richtig eng!
Mit einem kurzen Zwischenstopp sind wir ungefähr 1,5h auf der Schmalspurbahn unterwegs. Mit sagenhaften 13 km/h rasen wir dahin und an jedem Stoß der Schiene rumpelt es gewaltig. Es ist irgendwie eine Reise ins letzte Jahrhundert. Die Menschen mussten damals sicherlich hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Wir bekommen aber an der Endstation Getränke, Gebäck und einen fleischlastigen Grillteller. Der ist so riesig, das wir am Abend den Rest vertilgen.
Auf der Rückfahrt ist unser Wagon der letzte und ein Zugbegleiter bremst mit einer Handkurbel bei Bedarf den ganzen Zug ab. Da es leicht bergab geht, hat er ständig was zu tun und muss die Bremse ständig lockern oder anziehen. Ja, es war eine echt eindrucksvolle Zugfahrt!
Wir fahren noch ein paar Kilometer auf der B18 und verbringen den Abend auf dem Prislop Pass, abseits der Straße. Hier hat sich auch schon ein anderes Gelände-WoMo eingerichtet.
Position: Stellplatz
Prislop Pass, 47°36‘38.1“N 24°51‘46.8“E, 108.102 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: 18-22°C
Himmel: Sonne mit
Bewölkung, am Abend starke Bewölkung
Mittwoch, den 30.07.2025
Der Morgen ist grau-in-grau, es nieselt und es hat nur 9°C. Andy hat leider gesundheitliche Probleme und muss dadurch die Reise mit uns leider abbrechen :-( Schade, denn wir hatten bisher gut harmoniert, aber Gesundheit geht vor! Erfährt einen ähnlichen Weg zurück, wie wir gekommen sind.
Wir machen noch ein paar Bilder und brechen dann in Richtung dem Kloster Voronet auf. Die Straßen in diesem Teil von Rumänien sind überraschend gut ausgebaut. Auch die Dörfer, welche sich immer sehr lang an der Straße, meist ohne einer einzigen Seitenstraße entlangziehen sehen immer sauber und aufgeräumt aus.
Kloster Voronet
....und noch ein Kloster, aber mit goldenen Dach
Voronet ist ein typischer Bau aus dem Jahre 1488. Dicke und hohe Mauern, das Kloster selbst hat ein weit überhängendes Dach und alle Mauern und Wände sind mit Bildern übersät. Besonders eindrucksvoll ist die innen komplett bemalte Kuppel. Den Wandbildern mit ihren kräftigen Farben sieht man die 500 Jahre nicht an! Da es in dieser Region noch mehrere eindrucksvolle Klöster geben soll, sind wir weiter nach Mănăstirea Neamț gefahren. Da wir dort aber schon etwas später ankommen, verschieben wir die Besichtigung auf Morgen.
Wir stellen uns auf den Parkplatz vor dem Kloster und verbringen dort eine ruhige Nacht.
Position: Parkplatz
vor dem Kloster, 47°15‘50.0“N 26°12‘27.4“E, 108.308
km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: Am Morgen auf der
Passhöhe 9°C, tagsüber18-24°C
Himmel: Sonne mit Bewölkung,
am Abend etwas sonniger
Donnerstag, den 31.07.2025
Das Kloster hat am Eingang und am Nebengebäude große und fein gearbeitete Mosaiken. Über dem Eingang im Innenhof blickt einem ein „sehendes Auge“, wie bei den Freimaurern entgegen. Keine Ahnung was es damit auf sich hat. Im Innenhof wird aber z.Z. umgebaut und das ganze Pflaster wird erneuert. Im Kloster selbst ist es sehr dunkel, denn es fällt kaum Licht herein. Zudem sind die Wände und die Wandmalereien deutlich dunkler als in Voronet. Dies scheint aber an feinem Ruß zu liegen, welcher durch Kerzen oder Petroleumlampen entstanden sein könnte. Ein wenig enttäuschend….
Unser nächster Stopp ist nur ein paar Kilometer entfernt. Es handelt sich hier um einen kleinen Zoo, der auch ein Aufzuchtprogramm für die europäischen Bisons, dem Wisent hat. Der Eintritt ist mit 3 Euro moderat und man sieht auch Rotwild, verschiedene Hühner und Mufflons. Die Attraktion sind natürlich die eindrucksvollen Wisente! Die liegen faul im Schatten oder wälzen sich ein wenig am Boden. Mit ihrem Gewicht von bis zu 500kg möchte ich keinen ohne Zaun begegnen ;-)
Weiter geht es nach Piatra-Neamt (Kreuzburg an der Bistritz), welches im letzten Jahrhundert noch viele deutsche Bewohner hatte. Neamț ist nämlich ein veralteter rumänischer Begriff für „deutsch“.
Eine Seilbahn verbindet die Stadt mit höher gelegenen Teilen
Wir kaufen in einem richtig großen „Konsumtempel“, mit vielen Geschäften ein. Hier fällt es besonders auf, dass wir uns auch irgendwo in Deutschland befinden könnten. Die Straßen sind gut ausgebaut und sauber, die Menschen sind modern gekleidet und es fahren die gleichen Fahrzeuge wie bei uns herum!
Zum Abschluss tanken wir für 1,46€ und fahren noch 25 Kilometer in Richtung Bicaz. Kurz nach dem Ortseingang biegen wir ab und stellen uns bei einem Sportplatz hin. Hier verbringen wir die Nacht.
Position: Parkplatz
bei Bicaz, 47°15‘50.0“N 26°12‘27.4“E, 108.397 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber18-25°C
Himmel:
Sonne mit Bewölkung, am Abend etwas mehr Bewölkung
Freitag, den 1.08.2025
Schon am Morgen scheint die Sonne und wir fahren in Richtung der Bicaz Schlucht. Die Landschaft verändert sich ein wenig, von flach zu bergig. Alles ist saftig grün und die Straße wird immer enger. An den engsten Stellen sind verschiedene Verkaufsstände für die Touris aufgebaut, welche alles mögliche verkaufen. Wie es immer auf solchen Bergstraßen ist, kommt einem auf den engsten Stellen ein fetter Reisebus entgegen…. Dann ist rangieren und absprechen angesagt…
Als wir über den Pass rüber sind, erschreckt mich Andrea mit „BÄREN,BÄREN“. Ich fahre fast in den Graben, sehe aber die beiden Pelztiere an einem Mülleimer, den sie gerade plündern. Da hinter mir ein paar Autos sind, ist es nicht möglich zu halten. Der erste Eindruck aber ist, dass sie deutlich kleiner als die uns bekannten Grizzlys sind. Nichtsdestotrotz sind es wilde Tiere!
Wir fahren weiter in Richtung Praid/Sowata. Die Landschaft hier erinnert uns an die fränkische Schweiz. Bäume und Landschaft saftig grün, wir sind in Siebenbürgen (in rumänisch Transsilvanien) angekommen. Die Straßen meist gut ausgebaut, in den Ortschaften alles sauber, es wird Unkraut gejätet und gekehrt. Ich sehe einen kleinen Straßenverkauf von „Kürtäskalacs“ und halte sofort. Die Süßigkeit wird innerhalb von 5 Minuten für mich frisch zubereitet :-) …lecker.
Weiter jetzt nach Sowata. Hier gibt es ein einmaliges Naturwunder, einen natürlichen Salzsee der Lacu Ursu (etwa „Bärensee“) mit einer krassen Temperaturschichtung. Das Wasser hat gemessen an der Oberfläche 28°C, wird aber unten wärmer. So richtig erklären kann ich mir das nicht, außer es heizt jemand von unten ;-) Auch der Salzgehalt ist nicht ohne, mit 250gr pro Liter deutlich mehr als im Meer, aber nicht ganz soviel wie im Salzsee bei Bad Windsheim. Hier ist natürlich Hochbetrieb mit einigen großen Hotels. Gegen 15:00 Uhr werden dann auch einige Erwachsene und Kinder ganz zappelig…. Bis die Sirene ertönt und wieder alle ins Salzwasser dürfen. Ja, der See ist von 13:00-15:00 Uhr gesperrt, damit sich die Schichtung nicht auflöst!!!
So sieht es aus, wenn der See wieder freigegeben ist....
Nach dem erlebnisreichen Tag wollen wir jetzt nach 7 Tagen mal alles entsorgen und frisches Wasser tanken. Das ist aber nicht so leicht, denn die beiden ersten Campingplätze haben zwar Ver- und Entsorgung in Park4Night stehen, in der Realität aber nicht :-( So müssen wir dann noch 60km fahren um an den großzügigen Camping „Moon View“ in Sighisoara zu kommen. Ein Glücksgriff, denn hier ist ein neuer Platz entstanden, mit großen Parzellen, großem Aufenthaltsbereich, Tischtennisplatte, Grill und Duschen zur freien Verwendung. Für 20€ gibt es da nichts zu meckern! Auch der Besitzer Denis ist sehr um die Gäste bemüht. Großer Pluspunkt: Er kann gut Englisch und übt auch seine Deutschkenntnisse.
Position: Camping Moon View, 46°13‘40.8“N 24°50‘20.2“E,
108.598 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: tagsüber
16-25°C
Himmel: Sonne mit ein paar Wolken
Samstag, den
2.08.2025
Sonnenschein und
faulenzen am Campingplatz. Mit ein paar Erlangern quatschen. Etwas am
KGM kontrollieren, Blog verfeinern und am Abend den Grill vom Camping
testen :-) ….scheeee.
Position: Camping
Moon View, 46°13‘40.8“N 24°50‘20.2“E, 108.598 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber 14-25°C
Himmel:
Sonne mit ein paar Wolken
Sonntag, den 3.08.2025
Wir fahren die 6 Kilometer bis Schäßburg (Sighisoara), dem Geburtsort von Vlad Tepes Draculea, bekannt als „Graf Dracula“ und stellen uns in eine Seitenstraße, nicht weit von einer Kirche. Dann zu Fuß auf die Oberstadt, da geht es steil bergauf! Ein paar nette Häuser und Türme photographiert, über den unebenen, mit großen Kieselsteinen gepflasterten Weg zur deutschen Schule. Ein Heldendenkmal entdeckt und ein Eis gegessen. Die Preise für das Eis sind wie bei uns in Burgfarrnbach…. Es gibt auch ein großes Denkmal für die gefallenen russischen Soldaten im 2. Weltkrieg, aber keines für die deutschen Soldaten.
Weiter nach Deutsch-Weißkirch, einem kleinen Dorf, welches wegen der Auswanderung der deutschen Bevölkerung im 19 Jahrhundert zu verfallen drohte. Erst eine Zusammenarbeit mit der Stiftung von Prinz Charles, welcher sich auch hier ein Haus gekauft hat, brachte die Wende. Heute ist es praktisch ein „lebendiges“ Museum aus Häusern, Einwohnern und der Wehrkirche, alles im 18. Jahrhundert und davor erbaut. Selbst die Hauptstraße ist nur mit Kies bedeckt und Pferdefuhrwerke fahren entlang.
Hauptstraße
Wehrkirche
Das Museum ist zwar klein aber echt sehenswert
Die Kirche ist mit ihrem Turm und den Wehranlagen interessant anzusehen. Dicke Mauern und innen kühl ;-) Wir kommen mit einer Dame ist Gespräch, über die Bräuche vor 200 Jahren. Es gab den sogenannten „Nachbarvater“ der alle Nachbarn zu Arbeiten oder Hilfe einteilte. Wenn ein Nachbar nicht half oder nicht arbeitete, wurde er am Sonntag vor der Kirche auf den sogenannten Büßerstein gesetzt. Da musste er sitzen, bis alle in der Kirche waren. Ich glaube, dass wirkt ;-)
Fotostopp in Rupea.
Zum Abschluss noch
ein Langosch, dann weiter in Richtung Salzsee in Slanic. Bei der
Ankunft sieht das ganze nicht so toll aus wie in Sowata. Na ja, schau
mer morgen mal ;-)
Position: Parkplatz
in Slanic, 45°13‘47.2“N 25°56‘5.4“E, 108.821 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber 13-28°C
Himmel:
Sonne mit ein paar Wolken
Montag, den 4.08.2025
Der Salzsee, welcher sich in dem Reiseführer so gut wie der in Sowata angehört hat, ist ein totaler Reinfall. Das Gelände ist total verfallen, der Badesteg eingestürzt, aber dies scheint schon länger zu sein…
Na ja, dann weiter in Richtung Schlammvulkane. Bisher sind wir meist gut ausgebaute Nationalstraßen oder ähnliches gefahren, nun queren wir mal. Die Straßen haben mehr Schlaglöcher und ausgefahrene Stücke, aber irgendwo auf halber Strecke sehen wir plötzlich silberne Zäune und Tore, Pferdeskulpturen auf dem Dach, Treppenaufgänge wie in Rom und Säulen für die Terrassen, also lauter bescheidene Häuschen, mindestens 3 Stockwerke hoch! Ok, aber die Straße ist noch immer nicht Top ;-)
Wir erreichen die Schlammvulkane erst im zweiten Anlauf über Goggele, aber die Dinger blubbern und spucken die ganze Zeit vor sich hin. Nicht schlecht, ähnlich wie auf Island!
Blick auf die "kleinen" Schlammvulkane
Beim Eingang ist ein kleiner Parkplatz, da können wir nach dem Besuch stehen bleiben. Da es heute der bisher heißeste Tag ist, setzen wir uns in den Schatten und machen erst mal nix ;-))
Position: Parkplatz
Schlammvulkane, 45°21‘39.9“N 26°42‘52.1“E, 108.925
km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: tagsüber
15-31°C
Himmel: Sonne mit ein paar Wolken
Dienstag, den 5.08.2025
Wir brechen vor 9:00 Uhr auf und fahren ein kurzes Stück zu einem Punkt, den ich in Goggele gefunden habe. Hier tritt in nur einem Kilometer von den Schlammvulkanen Petroleum aus dem Erdreich aus. Es „müffelt“ ein wenig und auf einigen Schautafeln ist das ganze erklärt. Da lernen wir auch, dass Bukarest um 1850 herum die erste Stadt war, welche mit 1.000 Petroleumlampen nachts erleuchtet war. Das war übrigens vor Wien das gleiche machte!
So, wieder etwas
gelernt und jetzt schnell weiter in Richtung Schwarzes Meer. War die
Fahrt bisher geprägt von Bergen, grünen Wäldern und saftigen
Wiesen, wird es jetzt langweiliger. Es ist alles flach und es gibt
große Getreidefelder, welche schon abgeerntet sind. Die Sonnenblumen
und Maisfelder sehen deutlich trockener aus, als ein paar hundert
Kilometer vorher. Auch die Temperaturen steigen und bei 36°C auf der
Anzeige fahren wir mal hinter ein paar großen Bäumen in den
Schatten und machen Pause. Wir fahren erst an der Grenze zu Moldau
entlang, dann an der Ukraine. Über eine riesige Brücke überqueren
wir auch mal die Donau und sehen auch einige Schiffe darauf fahren.
Schließlich erreichen wir den Camping Jurilovca, am Schwarzen Meer.
Es gibt zwar keinen Badestrand direkt am Meer (sehr breiter
Schilfgürtel) aber eine Bootsverbindung auf eine vorgelagerte
Sanddüne. Abends gehen wir in das Restaurant „La Navod“ und
essen gut und preiswert für 30€.
Position: Camping
Jurilovca, 44°45‘40.6“N 28°53‘9.6“E, 109.210 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber 18-36°C
Himmel:
Sonne mit ein paar Wolken
Mittwoch, den 6.08.2025
Wir laufen zu dem
Hafen in 1,3 km Entfernung, um ein Boot zu der vorgelagerten Düne zu
nehmen. Leider ist das fahrplanmäßige Boot schon ausgebucht, aber
am Hafen stehen jede Menge Bootsführer herum um die Gäste hinüber
zu fahren. Also dort ein Ticket für 80 RON =16€ für Hin- und
Rückfahrt gebucht. Beim anstehen lernen wir auch nette Leute aus
Kanada kennen, welche ursprünglich hier gewohnt haben. Sie
renovieren gerade ihr Elternhaus um dann im Oktober wieder nach
Kanada zurück zu gehen. Das Boot fährt ab, wenn 12 Leute zusammen
sind. Erst ganz langsam aus dem Hafen, dann wird der Gashebel auf den
Tisch gelegt. Das Boot zischt richtig ab, und wir messen immer so um
die 50 km/h. Dementsprechend gibt es bei kleinen Wellen ordentliche
Schläge auf das Boot. Nach zirka 20 Minuten und geschätzten 15 km
sind wir drüben. Die ersten beiden Buchten sind mit Liegen voll
gestellt, da ziehen wir lieber etwas weiter auf einen „wilden“
Campingplatz, direkt am Meer. Hier haben sich verschiedene Rumänen
breit gemacht, welche hier direkt übernachten…
Hafen am See, dahinter das Schwarze Meer
Man kann auch direkt ein Hotel buchen... zu recht exklusiven Preisen
Der Strand ist feiner weißer Sand mit fielen Muscheln drin und das Wasser hat angenehme 28°C. Zum Glück haben wir unsere beiden Sonnenschirme mit dabei, denn am Nachmittag messen wir im Schatten 32°C. Puh, heute ist es wirklich warm! Nachmittags rotten sich ein paar dutzend Vögel zusammen und kreisen ganz dicht über uns. Da kommt einen wieder der Film von Hitchkock in den Sinn….
Am Abend lernen wir auf unserem Campingplatz ein nettes Pärchen, Simon und Larissa kennen. Die beiden sind in einem 61 Jahre alten Rundhauber unterwegs und vor rund drei Monaten aus Deutschland los gezogen. Sie sind schon seit 2 Monaten in Rumänien unterwegs und von den Leuten sehr angetan.
Position: Camping
Jurilovca, 44°45‘40.6“N 28°53‘9.6“E, 109.210 km
Strand:
feiner Sandstrand
Wasser: 28°C
Temperatur: tagsüber
20-32°C
Himmel: Sonne mit ein paar Wolken
Donnerstag, der 7.08.2025
Zum Glück ist es heute nicht ganz so heiß, denn es bläst ein ordentlicher Wind. So steige ich in meine Arbeitsklamotten und schmiere mal alle Punkte der Antriebswellen ab. Da ich immer wieder Probleme habe die niedrigen Gänge rein zu bekommen, starte ich mal einen Rundruf in unserer DAF-Gruppe. Kurze Zeit später ruft mich Christian an und gibt mir ein paar gute Tipps, was ich mal ausprobieren könnte. Es ist schon sehr beruhigend in einer solch tollen Gruppe zu sein!
Mit Lesen, faulenzen, abspülen und ein wenig schrauben verbringen wir den restlichen Tag.
Position: Camping
Jurilovca, 44°45‘40.6“N 28°53‘9.6“E, 109.210 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber 20-30°C
Himmel:
Sonne mit ein paar Wolken, sehr windig
Freitag, den 8.08.2025
Von Simon und Larissa haben wir Bilder von einem Stellplatz und der Position direkt am Strand erhalten. Da es eh die nächsten Tage sehr warm wird, fahren wir die rund 80 km mal dorthin. Die Fahrt geht über eine gut ausgebaute Landstraße und auf den umliegenden Hügeln stehen einige Windräder. Wir stellen und direkt hinter einer kleine Düne an den Strand. Der Strand ist sauber, hat aber viele Muscheln und ab und zu sieht man eine Qualle.
Wir beschließen erst mal die nächsten Tage hier zu bleiben und das warme Wasser zu genießen.
Position: Stellplatz
bei Vadu, 44°53‘51.5“N 29°35‘24.4“E, 109.309 km
Strand:
feiner weißer Sand, mit Muscheln
Wasser: 25°C
Temperatur:
tagsüber 20-30°C
Himmel: Sonne mit ein paar Wolken, sehr
windig
Samstag, den 9.08.2025
Die Sonne scheint und wir schwitzen. Zum Glück habe ich das Sonnensegel dieses mal mitgenommen, denn es mach am Mittag gut Schatten. Ohne diesem, müssten wir ständig ums Wohnmobil „wandern“. Am späten Nachmittag kommen Bekannte von Simon und Larisse, welche einen Campingplatz in der Nähe von Timisoara haben vorbei. Die beiden Österreicher kommen aus Wien, leben aber schon viele Jahre in Rumänien. Mit Roman und Margit verstehen wir uns auf Anhieb. Sie geben uns auch ein paar Tipps, z.b. an der Donau entlang zu fahren. Abends sitzen wir in lustiger Runde zusammen … und es gibt auch wieder selbst gebrannten Palinka ;-)
Position: Stellplatz
bei Vadu, 44°53‘51.5“N 29°35‘24.4“E, 109.309 km
Strand:
feiner weißer Sand, mit Muscheln
Wasser: 26°C
Temperatur:
tagsüber 20-29°C
Himmel: Sonne pur
Sonntag, den 10.08.2025
Am Morgen frühstücken, danach schwimmen im Meer. Was will man mehr? Leider müssen die beiden Österreicher wieder zu ihrem Campingplatz zurück, dabei würde Margit nur zu gerne noch hier bleiben…
Abends marschieren wir zu einem Fisch Restaurant am Strand. Überall haben sich WoMo und Zelte hinter dem Strand eingerichtet. Man hat es deutlich am Freitag gemerkt, als die Wochenendbesucher angereist sind und jetzt wieder die Abreise erfolgt.
Wir sind nun die zweite Woche in Rumänien unterwegs....
Position: Stellplatz
bei Vadu, 44°53‘51.5“N 29°35‘24.4“E, 109.309 km
Strand:
feiner weißer Sand, mit Muscheln
Wasser: 27°C
Temperatur:
tagsüber 20-29°C
Himmel: Sonne pur
Montag, den 11.08.2025
Am Morgen hat es noch angenehme 18°C, um 9:00 Uhr bereits 26°C und über Tags soll es auf 33°C steigen. Also nach dem Abspülen erst mal ins Wasser :-(
Ich mache einen kleinen Ausflug hinter unserem Stellplatz zu ein paar Bunkern, welche in der Landschaft verteilt sind. Es ist nicht klar, ob dies Überbleibsel aus dem Weltkrieg sind, oder diese später gebaut wurden.
Danach ein wenig
faulenzen im Schatten, ein wenig Schwimmen, ein wenig quasseln….
Position: Stellplatz
bei Vadu, 44°53‘51.5“N 29°35‘24.4“E, 109.309 km
Strand:
feiner weißer Sand, mit Muscheln
Wasser: 28°C
Temperatur:
tagsüber 18-29°C
Himmel: Sonne pur
Dienstag, den 12.08.2025
Wir wollen heute weiter in Richtung Konstanza, um dann in Mamaia einen Campingplatz mit Entsorgung anzusteuern. Der Campingplatz ist in verschiedenen Kommentaren auf Park4Night als „chaotisches Parken“ beschrieben. Wir kommen am Camping-Soleil an, fragen ob auch wirklich Entsorgung auch von grau Wasser möglich ist und checken ein. Dann sucht man sich halt einen Stellplatz und fertig. Keine vorgeplanten Parzellen, es wird sich eben nach belieben ein Plätzchen gesucht und fertig. Wir finden das cool und haben uns per Zufall neben eine Heidelberger Familie gestellt. Der Strand hat eine Tiefe von bestimmt 250m und hat natürlich auch ein paar Sonnenschirm Reihen. Der Boden ist aber bestimmt 5cm mit zerbröckelten Muschelstücken gespickt, was das Laufen ohne Schuhe etwas beschwerlich macht ;-) Dafür ist das Wasser wie gewohnt 27°C warm.
Abends geht es an der Strandpromenade entlang um ein Restaurant zu finden. Die ersten schrecken uns mit Preisen jenseits von Nürnberg ab, dann finden wir in einem Hotel, welches so aussieht wie das Oberdeck eines Schiffes dann doch noch etwas, was uns zusagt. Zwei kleinere Doraden, eine gemeinsame Vorspeise aus frittierten Zucchini, zwei Gläser Wein und eine Flasche Mineralwasser kosten dann rund 60€! Na ja, dafür sind wir ja auch auf der Partymeile von Rumänien ;-)
Später geht es dann an der Uferpromenade entlang, mit Kinderhüpfburgen, Bars mit Live Musik, Berkaufsbuden für Touris…. Irgendwie scheinen alle mit Kind und Kegel unterwegs zu sein. Auf dem Rückweg gönnen wir uns noch ein Eis. Ganz unüblich zu uns wird das alles abgewogen. Es ist zwar „nur“ eine große Kugel für jeden, was aber zu Hause bestimmt drei Stück wären, kostet aber im Vergleich so viel wie bei uns, also 10€.
Leider ist es am Abend etwas diesig und der Mond und die Lichter sehr hell, so dass ich mal wieder nichts von den Perseiden sehe :-(
Position:
Camping-Soleil, Mamaia, 44°17‘3.5“N 28°37‘9.0“E, 109.346
km
Strand: viele zersplitterte Muscheln, im Wasser feiner
Sand
Wasser: 27°C
Temperatur: tagsüber 20-29°C
Himmel:
Sonne pur
Mittwoch, der 13.08.2025
Ich stehe bereits um 6:45 Uhr auf um die morgendliche Kühle zu nutzen. In das Getriebe lässt sich aktuell, wenn es warm ist, fast kein Gang mehr einlegen. Auch das nochmalige Entlüften vom Kupplungsnehmer hat keine Verbesserung gebracht. Jetzt baue ich den Kupplungsnehmer nochmals aus, mache die Befestigungsflächen sauber, schmiere alles und baue ihn wieder ein. Das dauert über zwei Stunden, aber dann lecker Frühstück, heute mal mit Brot.
Den Rest des Tages
verbringen wir am Strand, der wie in Hochzeiten in Italien immer
wieder von fliegenden Verkäufern mit Süßigkeiten, Brezel, Muscheln
und Ketten oder Drachen abgelaufen wird.
Position:
Camping-Soleil, Mamaia, 44°17‘3.5“N 28°37‘9.0“E, 109.346
km
Strand: viele zersplitterte Muscheln, im Wasser feiner
Sand
Wasser: 27°C
Temperatur: tagsüber 17-31°C
Himmel:
Sonne pur
Donnerstag, den 14.08.2025
Wir brechen auf Empfehlung unserer
Heidelberger Nachbarn in Richtung Tuzla auf. Dort soll das Wasser
karibischen Flair haben. Es sind nur 40 km aber wir stauen uns ab
Eforie Nord über eine Stunde durch die Ortschaft. Aber als wir an
der Klippe zum Meer ankommen, sieht es echt aus wie auf Lefkada :-)
Also runter an den
Strand und abkühlen. Irgendwann später schicken wir Simon und
Larissa ein Bild vom Strand. Dann stellt sich heraus, dass sie nur
300 m entfernt stehen. Was für ein Zufall! Also nach dem Strand
schnell umgeparkt und dann noch am Abend mit den beiden quasseln und
Sternschnuppen ansehen.
Position: Stellplatz
Tuzla Strand, 43°59‘44.7“N 28°39‘47.2“E, 109.386 km
Strand:
ein paar Muscheln, im Wasser feiner Sand
Wasser:
27°C
Temperatur: tagsüber 18-31°C
Himmel: Sonne pur
Freitag, den
15.08.2025
Heute nochmals am schwarzen Meer baden, denn heute
geht es weiter in Richtung Bukarest! Es ist wieder so um die 30°C am
Strand, aber die Wellen sind nicht mehr so hoch und wild. Da kann man
auch mal ein paar Meter schwimmen ;-)
Heute ist die Militärpräsenz irgendwie stärker zu spüren. Hubschrauber, Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge sind mehrmals über uns.
Wir verabschieden und nun mal wirklich von Simon und Larissa und fahren erst mal zum „Geld zapfen“ nach Tuzla. Der größte Abzocker ist dabei die Raiffeisenbank, die wollen doch glatt 9%.
Abzüge! Wucher!! Da gehe ich doch lieber mit meiner Visa Card zur
„Banka Transilvania“ und zahle keinen Aufschlag!!! Weiter geht
die Fahrt auf der N391, aber nach der Ortschaft Tuzla wird es erst
ein Feldweg, dann schlimmer ;-) Da sind wir härtere Sachen gewöhnt
und ziehen durch bis Topraisar, da wird wieder Teerstraße angeboten,
besser als 12 km im Stau bei Tuzla zu stehen!
Auf der Autobahn geht es dank gut ausgebauter Autobahn gut voran. Nur eine Brücke mit Sondermaut mit rund 10€ müssen wir zusätzlich zu unserer Vignette bezahlen. Die Landschaft ist eher langweilig flach, mit vielen abgemähten Feldern. Wir stellen uns bei dem Parcul Municipal Roean auf den Parkplatz, am Anfang nicht ganz leise, wird aber schon ;-)
Position: Parkplatz
bei Ploiesti, 44°55‘20.9“N 25°59‘14.6“E, 109.698 km
Strand:
ein paar Steine im Wasser, sonst feiner Sand
Wasser:
26°C
Temperatur: tagsüber 18-34°C
Himmel: Sonne pur
Samstag, den 16.08.2025
Mitten in der Nacht um 4:30 Uhr fährt
an unserem Parkplatz ein Vollidiot mit knallendem Auspuff mehrmals
vorbei. Das Ding entwickelt so eine Lautstärke, dass wir im Bett
stehen. Zum Glück können wir wieder einschlafen.
Wir starten nach dem Frühstück in Richtung Sinaia, fahren wieder an eine Kirche mit goldenen Dach vorbei, stehen 50 Minuten im Stau und parken dann in Sinaia in einer Seitenstraße. Leider ziehen wir dabei ein paar Telefonkabel in die Länge, schnell wieder alles hoch binden, ist zum Glück nichts kaputt geworden.
Da wir endlich mal in einer Stadt mit Gastronomie sind, gehen wir ins Restaurant Avalanche. Es gibt Burger und Mici und als Nachspeise „Papanas“, ein Hefeteig im Fett gebacken, mit Blaubeermarmelade und einer Quark-Sauerrahm Creme. Alles aus voll Diät ;-)
Dann aber ab in das 10.000 Einwohner Städtchen, welches unter anderen einen schönen Park, viele alte aber renovierte Häuser und ein Spielkasino hat. Im Winter kann man hier auch Ski fahren, denn die Berge um uns herum gehen bis zu 2.400m hoch!
Kirchen gibt es auch....
Spielkasino
Die Hauptattraktion
ist aber das „rumänische Neuschwanstein“. Da haben wir schon vor
einer Woche ein Ticket online gebucht. Am Abend parken wir um auf
einen Parkplatz unterhalb des Schlosses Peles. Dann haben wir es
morgen nicht zu weit.
Position: Parkplatz
in Sinaia, 45°21‘23.6“N 25°33‘8.4“E, 109.767 km
Strand:
--
Wasser: --
Temperatur: tagsüber 18-27°C
Himmel:
Sonne und ein paar Wolken in den Bergen
Sonntag, den17.08.2025
Unser Ticket für die Schlossbesichtigung
hat ein Zeitfenster von 9:15 bis 11:00 Uhr. Wir starten rechtzeitig
und sind nach ein paar Fotostopps 10 Minuten vorher am Eingang. Da
hat sich schon eine größere Schlange vor dem Gruppeneingang
gebildet. Wir stellen uns auch mal an, nur um dann festzustellen,
dass dies nur Führungen in rumänischer Sprache sind.
Na gut, dann mal rüber rutschen auf die englische Tour ;-) Da stehen wir ganz alleine und haben dann auch die Führerin Claudia ganz für uns alleine :-) So können wir immer noch dazwischen etwas fragen um im laufe der Führung auch über Nürnberg und die Hohenzoller zu lernen. Das Schloss Peles war der einzige Luxus, den sich der spätere König Carol I von Rumänien leistete. Es war damals, also vor 150 Jahren das modernste Gebäude und wurde immer wieder angebaut und verbessert. Es gab eine Zentralheizung (alle Kachelöfen sind Attrappen), Warm- und Kaltwasser in den Bädern, elektrische Beleuchtung, eine zentrale Staubsaugeranlage, einen Aufzug von AEG und das Glasdach im Eingangsbereich konnte zum Lüften beiseite gerollt werden.
Die Räume sind noch komplett eingerichtet, wie zu den Zeiten der Könige in Rumänien! Viele Gemälde der Hohenzollern, auch einige von Klimt und anderen bedeutenden Künstlern. Auch das Musikzimmer der Königin und die Waffensammlung alter europäischer Waffen ist richtig eindrucksvoll. In Summe ist für mich diese Sommerresidenz die eindrucksvollste, welche ich bisher gesehen habe. Besonders die Architektur und die hölzernen Inneneinrichtungen sind beeindruckend.
Am Nachmittag geht es weiter nach Bran, dem Schloss des Grafen Dracula. Das ganze ist übrigens so, dass der in Schäßburg geborene Graf nur ein paar Tage hier gelebt hat. Aber der ganze Rummel um Vlad III. Dracuela, besser bekannt als Vlad der Pfähler lässt sich halt besser vermarkten ;-)
Unterhalb
von dem Schloss ist irgendwie Rummel und mal kann aus großen Pfannen
Gulasch und andere Sachen, sowie Mici und Grillwürste bekommen. Da
machen wir erst mal Pause. Das war nicht die schlechteste Idee, denn
die letzten 95 Kilometer zu einem Campingplatz in der Nähe des
Transfaragan zieht sich in die Länge. Immer wieder Baustellenampeln,
denn der ganze Pass wird von der Strabag neu gemacht. Es staut sich
somit vor jeder Ampel und zu allem Überfluss fängt es so richtig
zum Regnen an. Es stehen große Pfützen auf der Fahrbahn und somit
erkennt man die tiefen Schlaglöcher nicht mehr so. Nach 3 ½ Stunden
sind wir spät Abends am Camping, werden aber vom Besitzer freundlich
begrüßt. Den angebotenen Palinka bei sich zu Hause lehnen wir aber
ab, wir sind einfach nur platt….
Montag,
den 18.08.2025
Wir befahren den Transfaragan bewusst an einem
Wochentag, denn wir haben von anderen schon gehört, dass sich am
Wochenende alles staut. Wir sind gerade ein paar Kilometer unterwegs,
da sehen wir schon die erste Bärin mit zwei Jungen. Immer wieder
halten Autos ganz nahe an den Bären, oder noch schlimmer keine 200m
von einem Rastplatz filmen und fotografieren mindestens 20 Personen
einen Bären aus nächster Entfernung. Wir halten Abstand und füttern
auch nicht! Immer wieder
liegen die Bären hinter der Leitplanke oder auf kleinen Parkbuchten.
Am Ende sehen wir bei der Auffahrt von der Südseite 9 Bären/Bärinnen
und drei Jungtiere. Jenseits der Baumgrenze und auf der Nordseite
sehen wir keinen mehr.
Leider regnet es am Pass
Da wir von Süden kommen ragt der Pass wie eine geschlossene Wand vor uns auf. Die Straße schlängelt sich in Serpentinen hier hinauf und ganz oben geht es durch einen Tunnel. Die Höhe des Tunnels ist mit 3,6m angegeben. Da wir 3,65m sind, und damit höher, müsste das schon passen ;-)
Auch
mein Navi verweigert beharrlich nach den ersten Tunneln die Weiterfahrt. Fakt ist allerdings, dass hier locker Fahrzeuge mit
4m durch passen, wenn man halt nicht direkt an der Felswand
fährt…..sondern in der Mitte.
Hinauf hat es sich ja lange durch
den Wald und an dem Stausee gezogen. Hinunter geht es etwas steiler,
aber die Straße ist gut ausgebaut. So kommen wir ohne Problem
hinunter und suchen uns
gleich bei Kerz einen Übernachtungsplatz. Man muss ja nicht alle
Tage bis spät abends fahren.
Position:
Parkplatz in
Kerz,
45°47‘35.8“N
24°34‘12.2“E,
110.022
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
12-22°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, in den Bergen leichter
Regen
Dienstag,
den 19.08.2025
Es war eine stockfinstere Nacht und sehr ruhig,
denn nur die Gänse nebenan haben ein wenig Geräusche gemacht. Wir
fahren in Richtung Hauptstraße nach Sibiu (Hermannstadt), da geht
nach 200m der Alarm von der Reifendrucküberwachung an. Der Reifen
vorne auf der Beifahrerseite hat nur noch 2,1 Bar. Ok, so können wir
nicht weiter fahren. Also noch in der Ortschaft Kerz geparkt, Druck
nochmals überprüft und auf geht es, den Reifen zu wechseln.
Mir tropft schon der Schweiß von der Stirn, als so ein älterer Mann, so um die 80 Jahre in Jogginghose uns auf deutsch anspricht, ob er uns helfen kann. Sehr nett das Angebot sagen wir, aber ich wollte noch etwas Morgensport machen ;-)
Ja, wenn man da so am Straßenrand in einem kleinen Dörfchen steht, da überholen uns sogar die Kinder mit einem ebenso kleinen Pferdchen vorne dran…..
Da
das Schalten der ersten Gänge immer schlechter wird. Wollen wir uns
von einer Werkstatt nochmals den Kupplungsnehmer entlüften lassen.
Wir steuern eine größere
Werkstatt, Total NSA
(www.totalnsa.ro)
an, aber selbst nach mehrmaligen Versuchen nur die Kupplung zu
entlüften, sagt der Chef er kann uns nicht helfen. Die nächste DAF
Werkststatt sei in Clui-Napice, also 180 km entfernt. Na ja, da dies
in Richtung Norden ist, keine gute Option. Einer
der Mitarbeiter hat vermutlich etwas Mitleid, kann ja aber seinem
Chef nicht widersprechen. Er empfiehlt uns mal 500m entfernt bei
Expres Autoservice anzufragen. Die sind über eine Woche ausgebucht,
aber da bekommen wir den guten Tipp mal wegen dem Reifen Cipi
Tractari Selimbar vorbei zu schauen, oder auch wegen dem entlüften
Auto Schunn (autoschunn.autovit.ro)
zu fragen. Die Reifenwerkstatt ist ein kleiner zwei Mann Betrieb, ich
zeige ihm den Reifen und ohne große Diskussion macht es sich an die
Arbeit und tauscht den von mir beigestellten Schlauch. Das
ganze dauert keine 30 Minuten und kostet uns 20€. Finde ich super
und ich werde die Info von dieser Werkstatt auch mal ins T244-Forum
stellen!
Weiter zur nächsten Werkstatt. Dort erkläre ich nochmal, dass ich eigentlich nur eine Entlüftung der Kupplung bräuchte. Schließlich wollen sie mir dann helfen. Die Werkstatt hat neben IVECO auch Mercedes LKW Verkauf und Wartung. Das merkt man schon bei der Anmeldung und Aufnahme der Kundendaten. Gefühlt und in Realität dauert diese länger als die eigentliche Reparatur.
Mit einem Profi-Gerät drücken wir mit 0,4 bar Überdruck vom Ausgleichsbehälter in Richtung Entlüftungsventil. Es fließen so zirka 0,7l DOT4 hier durch, so ist sicherlich keine Luft mehr im System. Leider hat die Aktion keine, bis nur sehr wenig Verbesserung gebracht :-(
Jetzt müssen wir noch Einkaufen gehen um unsere Vorräte wieder aufzufrischen. Ein paar wirklich große Einkaufsmeilen in Sibiu bieten wirklich große Auswahl. Da wir nach der ganzen Hektik keine Lust zum Essen haben, geht es ab in eine Pizzeria. Abends stellen wir uns am Rande von Sibiu in ein parkähnliches Gelände und verbringen dort eine ruhige Nacht.
Position:
Parkplatz in
Sibiu,
45°45‘31.2“N
24°07‘49.5“E,
110.120
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
14-24°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken
Mittwoch,
den 20.08.2025
Heute wollen wir mal die Altstadt von Sibiu
(Hermannstadt) erkunden. Da wir gestern schon bemerkt haben, dass es
ganz schlecht um Parkplätze für unser KGM bestellt ist, fahren wir
mit den Öffis! Wir steigen in den Bus der Buslinie 13 ein, fragen
nach der Bezahlmöglichkeit und werden sofort von einer Mitfahrerin
eingewiesen. Einfach Kreditkarte an den Leser halten, es piepst und
es wird angezeigt, dass es bezahlt wurde. Kein Papier, keine App,
einfach bezahlen! So kostet uns die Fahrt über so 6-7 km 75ct pro
Person!!! Der Bus ist
elektrisch
angetrieben, klimatisiert und richtig leise. Da könnten wir uns in
Deutschland mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden!!
Die Altstadt ist von zwei großen Verteidigungswällen umgeben und wurde von den Türken 1438 belagert, aber nicht eingenommen. Es sind noch viele Türme der damaligen Zünfte vorhanden, welche auch die Aufgabe hatten Waffen und Vorräten in den Zünfttürmen zu lagern. Außerdem mussten alle Meister der jeweiligen Zünfte für Krisenfälle kampfbereit sein.
Das Schmuckstück ist aus meiner Sicht der große Platz vor dem Rathaus, die vielen alten Häuser und der Marktplatz.
Wir steigen auch auf den Rathausturm, von dem man einen tollen Überblick hat. Hier ist die noch funktionsfähige Turmuhr zu sehen, welche im Jahre 1484 eingebaut wurde. Und wer hat es gemacht? Na klar, die Schweizer!
Wenn wir schon mal in einer größeren Stadt sind, muss man auch mal die lokale rumänische Küche kosten. Das machen wir am Rathausplatz in Form zweier leckerer Hauptspeisen und einem Papanas. Das ganze wird mit Limo und lokalem Bier hinunter gespült ;-)
Ach ja, was auch auffällig ist, sind einige kleine elektrisch angetriebene Microbusse für so um die 15 Personen die in der Altstadt umher fahren….da braucht man kein Auto.
Spät am Abend fährt noch ein unangenehmer Zeitgenosse aus „WEN DY 811“ mit seinen Mercedes Vario neben uns hin. Es ist stockdunkel und er lässt ganz unbekümmert sein Grauwasser in die Wiese laufen. Sauerei!! Ich beschwere mich lauthals und irgendwann stellt er mit blöden Ausreden das Geplätscher ab. Ein WoMo für >150.000€ aber zu geizig das Wasser auf einem CP abzulassen. Wegen solchen Leuten wird alles verboten, weil es überhand nimmt.
Position:
Parkplatz in
Sibiu,
45°45‘31.2“N
24°07‘49.5“E,
110.120
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
14-26°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken
Donnerstag,
den 21.08.2025
Wir verlassen unsere schöne Parkanlage, in der
wir zwei Nächte gestanden sind und fahren in Richtung Mühlbach,
um noch die Rapa Rosie, die „Bad Lands“ von Rumänien anzusehen.
Es sind rote Auswaschungen,
wie wir sie von den USA oder auch aus Spanien kennen. Zum Glück kann
man hier mit dem Auto bis direkt vor die Felsen fahren :-)
Danach weiter, denn wir wollen heute die Transalpina abfahren. Der erste Teil der Transalpin lässt sich gemütlich an. Die Straße ist gut ausgebaut und die Kurven lassen sich meist im 5.Gang fahren. So zieht sich die Straße an zwei großen Stauseen vorbei. Am letzten bleiben wir stehen und machen kurz Bilder und Kaffeepause.
Dann kommt nach Obârşia Lotrului der steilere und höhere Teil der Strecke. Hier geht es in vielen Spitzkehren hinauf. Die Straße ist gut ausgebaut und so kommen wir gut voran. Kurz vor dem höchsten Punkt mit 2.240m Höhe sind einige Verkaufsstände und unterhalb auch eine ebene Fläche. Da stellen wir uns hin und setzen uns im Windschutz vom KGM in die Sonne. So lässt es sich gut aushalten, aber irgendwann verziehen wir uns wegen dem Wind ins Auto. Mit einem tollen Blick auf den höchsten Punkt bleiben wir hier auch über Nacht stehen.
Position:
Stellplatz vor der Passhöhe
der Transalpina,
45°21‘47.7“N
23°39‘6.1“E,
110.309
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
16-26°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, abends sehr
windig
Freitag,
der 22.08.2025
Am Morgen finden wir ein kleines Polaroid Foto
von unserem Auto bei Sonnenaufgang an der Fahrertüre. Vermutlich von
unseren französischen Nachbarn, die schon früh aufgebrochen sind.
Dies ist eine echt nette Geste, finden wir.
Die echte Passhöhe ist noch 10 km entfernt, so müssen wir noch einige echt spitze und steile Kehren fahren um wirklich am höchsten Punkt, auf 2.240 m anzukommen.
Danach geht es mehr oder weniger steil über teilweise langgezogenen Kehren nach unten. Auf der ganzen Strecke, welche bestimmt genau so lang ist wie der Transfaragan ist, haben wir keine Bären gesehen!
Nach über 4 Stunden Fahrt kommen wir dann in Drobeta Turnu Severin an und gehen dort in das dortige Museum und die Ausgrabungen über die römischen Befestigungen bzw. das Theater und die Garnison, in der fast eine Legion mit 500 Mann die Brücke über die Donau bewacht hat. Die Brücke als Modell überspannt im Museum die Donau, welche hier richtig breit ist. Die Bauzeit betrug keine 5 Jahre und die Brücke hat über 200 Jahre die Hochwasser der Donau überstanden!
Für den Kaiser Trajan war dies der Schlüssel für die Eroberung des Daker Reiches im Jahre 105/106. Im Museum gibt es noch viele Artefakte aus dieser Zeit, bzw. auch von früheren Besiedlungen, 6.000 Jahre vor den Römern. Das Ganze Museum wird abgerundet mit den typischen Landestrachten und einem Aquarium mit verschiedenen Arten von Stören im Erdgeschoss.
Da es zuzieht fahren wir weiter zu dem Camping Cazanele Dunarii in
Eselnita. Dort stehen wir nicht weit von der Donau entfernt.
Position:
Camping Cazanele
Dunarii,
44°41‘10.6“N
22°22‘10.0“E,
110.511
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
8-30°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, abends
etwas Regen
Samstag, den 23.08.2025
Am Morgen buchen wir eine Bootsfahrt durch das „eiserne Tor“ und all den anderen Sehenswürdigkeiten auf dieser Strecke von rund 45 km. Wir fahren die 9 km nach Orsova und Parken direkt an der Donau. Der Kapitän spricht auch etwas deutsch und gegen 12:30 Uhr hat er dann seine beiden Boote voll. Unser „Fahrer“ ist der Sohn von ihm, welcher uns auf englisch die Sehenswürdigkeiten erklärt. Das Boot hat einen 150 PS starken Außenborder und wenn der Kapitän Gas gibt, dann geht es mit 40 km/h über das Wasser. Es spritzt und wenn eine Kurve gefahren wird, kreisen ein paar Mädels ;-) Durch den Damm weiter stromabwärts, ist die Donau 40 m über ihren ehemaligen Pegel aufgestaut. Dadurch sind einige Burgen im Wasser versunken und die Felsinschrift von Kaiser Trajan musste versetzt werden. Die ehemalige Signalanlage für die Schiffe, welche die Durchfahrt geregelt hat ist heute ein Kloster und nur knapp über dem Donaupegel. Weiter stromaufwärts fahren wir mit dem kleinen Flitzer auch in eine Höhle hinein, welche früher von den Schmugglern benutzt wurde. Wir erfahren einiges und wieder im Hafen finden wir, dass dies für 16€ pro Person ein echt gelungener Ausflug war. Wir lassen uns noch ein einheimisches Lokal empfehlen und Essen dann im „Manea Hub“ recht gut Essen, wobei mit 30€ dies recht günstig war! Erwähnenswert ist, das die Rumänen auch gerne nach Serbien fahren, weil dort das Essen günstiger sein soll….
Es geht rasant über das Wasser
Abends am Campingplatz kommen wir mit unserem Nachbarn Helmut aus Hersfeld ins Gespräch. Er ist mit seinem Mercedes von Hymmer unterwegs und hilft mit mal kurz mit meinen Problemen bei den Gängen. Witzigerweise hat er im Service für LKW gearbeitet und ist hier in dem Dorf Liebling geboren. Wir unterhalten uns recht gut und er erzählt auch aus seiner Jugend im kommunistischen Rumänien. Auch als einmal der ganze Hafen bei Orsova zugefroren war und russische Eisbrecher die Donau hinauf fahren mussten um den Schiffsbetrieb wieder herzustellen. Später am Abend holt er noch seine „Spezialabfüllungen“ Palinka heraus und wir testen den Stoff. Der eine ist gut, aber der andere scheint eher mit so um die 60% etwas Treibstoff für meinen kleinen grünen zu sein :-o
Position:
Camping Cazanele
Dunarii,
44°41‘10.6“N
22°22‘10.0“E,
110.529
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
12-27°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, sehr
windig
Sonntag, der 24.08.2025
Heute fahren wir 130 km an der Donau entlang. Die Straße ist gut ausgebaut und heute am Sonntag ist nicht so viel los. Die Donau sieht von der Straße wie ein riesiger See aus, mal nur vielleicht 300 m breit, dann aber bestimmt 1,5 km breit und dabei geht die Sicht bis zu Horizont! Echt beeindruckend!
So auf halber Strecke gibt es mal wieder einen Stau, weil links und rechts der Straße wild geparkt wird. Endlich fährt so ein Vollpfosten etwas näher rechts ran, damit die Schlange des Gegenverkehrs hier durch kommt. Das dauert….
Kurz
vor der Grenze biegen wir zu einem kleinen Fluss ab und stellen uns
für die Nacht hier hin. Nochmal meine klemmende Kupplung schmieren
und auf Schnitzel mit Kartoffelsalat warten :-))
Position:
Stellplatz am Fluss,
44°52‘57.2“N
21°34‘0.7“E,
110.654
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
12-25°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, sehr
windig
Montag,
den 25.08.2025
Der
Morgen ist mit 7°C recht frisch, aber heute
müssen wir durch Serbien fahren. Die bedeutet einmal die EU
verlassen, um dann auf der anderen Seite wieder einzureisen. Bei der
Ausreise von Rumänien, wird unser KGM genau inspiziert. Auf der
serbischen Seite wird das genau so gemacht, nur intensiver und mit
einer kleinen Kamera, welche in jede Ritze oder Lüftungsschlitz
geschoben wird. Ok, ist ja nichts los am Grenzübergang, da muss sich
der Zöllner ja beschäftigen ;-) Wie immer wird „cool“ gesagt
und eine gute Reise gewünscht. Aber, Verhalten absolut korrekt!
....eine witzige Ampel, für 4 Richtungen
Erst mal weiter über ein paar Landstraßen, dann durch Belgrad durch um dann auf eine gut ausgebaute Mautautobahn zu kommen. Der Mautbetrag ist gering, aber jetzt kommt die Grenze. Hier staut es sich schon auf der serbischen Seite. Wir stehen so ungefähr eine Stunde, um dann die EU Außengrenze in Sichtweite zu haben. Da hier 8 Abfertigungsschalter zur Verfügung stehen, geht die Drängelei los. Wir schwimmen irgendwie in der Mitte, aber nachdem sich ein Schweizer und Serbe touchiert haben, rutschen wir elegant in die ganz linke Spur. Bringen tut das nichts, irgendwie sind alle gleich schnell. Nach zwei Stunden erreichen wir endlich die Abfertigung, werden natürlich durchsucht um dann endlich auf der Autobahn in Kroatien weiter zu fahren. Wir fahren noch so 70 km, fahren dann zum Tanken raus und finden auch eine günstige Tankstelle für 1,32€.
Slavonski Brod liegt genau an der Grenze zu BIH, da finden wir einen
großen Parkplatz auf einer Wiese und verbringen eine ruhige Nacht.
Position:
Stellplatz in
Slavonski Brod,
45°07‘43.2“N
18°02‘13.8“E,
110.971
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
7-27°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken
Dienstag, den 26.08.2025
Das
wetter soll die kommenden Tage in Österreich und Deutschland ja
nicht so doll sein. Wir überlegen ein wenig, prüfen die
Wassertemperaturen und entscheiden und bei Istrien an irgendeinen
Campingplatz zu fahren. Dies bedeutet aber „etwas“ Strecke
machen. Da wir die Mautautobahn benutzen kommen wir am Anfang gut
voran, bis ein Unfall vor uns passiert und sich ein Stau bildet. Wir
sind durch den Stau durch, da gibt es einen neuen. Diesmal leitet die
Polizei alle Fahrzeuge auf einen Rastplatz und kontrolliert
hauptsächlich die LKWs. Wir werden verschont und es geht auf der gut
ausgebauten Autobahn weiter. Wir erreichen Rijeka, dann weiter
Hauptrichtung Rovinj und biegen dann vor
dem Limski Kanal zum Camping Val Saline ab. Nach knapp 8 Stunden
Fahrt bin ich platt, da hilft nur noch Sauerbraten mit Kloß und ein
Bierchen ;-)
Position:
Campingplatz Val Saline,
45°06‘54.5“N
13°37‘47.4“E,
111.428
km
Strand: --
Wasser:
--
Temperatur: tagsüber
14-27°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken
Mittwoch,
den 27.08.2025
Wir haben für drei Nächte hier eingebucht. Der
Campingplatz hat zwar über 200 Stellplätze, dies verteilt sich aber
schön am Strand über ein paar Terrassen. Überall am Strand sind
Sonnenschirme und Liegen aufgebaut, welche man umsonst benutzen kann.
Es gibt zwei Süßwasserpools für die Kinder, Spielplatz,
Tennisplatz und noch einen Salzwasserpool, der mit Kies, so wie das
Meer gefüllt ist. Die Parzellen sind richtig groß und die
Sanitäranlagen recht neu und alles super sauber! Es gibt eine Bar,
ein Restaurant, Minimarkt, Bäcker und ich denke dies ist mit Abstand
der beste CP auf dem wir bisher waren. Ok, mit 56€/d nicht ganz
billig aber Dubrovnik war teurer und nichts geboten.
Abends gehen wir Essen und im Anschluss gibt es sogar Live Musik an der Bar :-)
Position:
Campingplatz Val Saline,
45°06‘54.5“N
13°37‘47.4“E,
111.428
km
Strand: Kies
Wasser:
26°C
Temperatur:
tagsüber 20-28°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken
Donnerstag,
den 28.08.2025
Wie genießen die Semmeln zum Frühstück und
dann die bequemen Liegen am Strand. Nachmittags frischt der Wind auf
und es tröpfelt ein wenig.
Abends gehen wir wieder Essen :-)
Position:
Campingplatz Val Saline,
45°06‘54.5“N
13°37‘47.4“E,
111.428
km
Strand: Kies
Wasser:
25°C
Temperatur:
tagsüber 20-28°C
Himmel:
Sonne und
ein paar Wolken, Nachmittags
windig und ein paar Tropfen