Sonntag, März 16, 2025

Aufbruch nach Spanien

 

Urlaub Frankreich/Spanien vom 11.3.2025

Abreise am Dienstag, den 11.03.2025 um 14:15 Uhr Aldi Supermarkt in Seukendorf mit 100.094 km. Wir fahren wegen einem Stau auf der Heilbronner Autobahn über Bad Windsheim und kommen gut bei Speyer über die Rheinbrücke um Bärbel und Andreas zu besuchen. Wie üblich quatschen wir bis spät in die Nacht….

Position: Parkplatz bei Bärbel in der Waldstraße/Hayna, Tacho 100.364 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: --
Himmel: leicht bewölkt


Mittwoch, den 12.03.2025

Wir versuchen nach dem Frühstück möglichst bald weg zukommen, da wir noch ein paar Kilometer machen wollen. In Freiburg noch etwas Diesel nachgefüllt, damit wir bis nach Andorra kommen. Dabei ist es jedoch nicht klar, ob wir den Tunnel oder den Pass von Norden nutzen können oder wir doch mit größerem Umweg von Süden einfahren müssen…
Wir kommen über die Mautautobahn gut voran, bezahlen einmal 7.80€ und dann die große Strecke bis Chalon-sur-Saone nochmal 50,40€. Wir suchen uns gegen Abend ein ruhiges Plätzchen in der Nähe eines Sees bei Chalon-sur-Saone. Dann kochen wir gemütlich und sehen fern.

 
Position: Parkplatz , Tacho 100.839 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 4°C
Himmel: leicht bewölkt, tagsüber Regen


Donnerstag, den 13.03.2025

Wir starten gemütlich, aber irgendwie zieht der kleine grüne manchmal nicht richtig. Wir fahren auf die etwas hügelige Autobahn und an einem Berg mit einer Baustelle geht plötzlich nichts mehr. Vollgas im dritten Gang und plötzlich geht der Motor aus….

Ich werfe mich in meine Arbeitsklamotten und versuche das Problem zu finden. Es kommen gleich ein paar Arbeiter aus der Baustelle vorbei und sichern uns in der Nothaltebucht zusätzlich ab. Sehr aufmerksam!! :-)

Nach intensiven Entlüften der Einspritzpumpe springt der Motor wieder an. War es das?
Wir lassen den Motor etwas laufen und machen uns dann wieder auf den Weg. Es geht so 5km gut, dann fängt das Spielchen wieder von vorne an. Ruckeln, keine Leistung und dann am Berg ist die Kiste aus. Wir lassen uns mit Warnblinkanlage rückwärts am Standstreifen in eine Nothaltebucht rollen. Die Diagnose ist wie vorher: Kein Sprit in der ESP irgendwo wird Luft gezogen.
Ich entlüfte noch ein paar mal, bringe den Motor für 2 Minuten zum Laufen und dann geht er im Stand aus. Jetzt ist Ende Gelände!

Ich rufe den ACV an und erkläre die Lage. Zum Glück haben wir eine „Premium“ Mitgliedschaft und die Zusage ist, dass das Abschleppen mit versichert ist.

Wir warten, während die Laster an uns vorbei donnern. Plötzlich Stimmen draußen. Ein Trupp von zwei Männer sichert die Pannenstelle mit Pylonen und Fahrzeug ab. Die Kommunikation ist schwierig, aber es soll in 15 Minuten der Abschleppwagen kommen.

Der kommt auch wirklich und sie haben, wie mit dem ACV besprochen einen „richtigen“ mit dabei :-)

Nur beim Aufbocken können wir wegen der Sprachbarriere nicht so richtig Infos austauschen. Sie Bergemannschaft macht sich Sorgen wegen dem 4x4 und den Federspeichern. Mein Rat die mechanisch zu lösen wird nicht umgesetzt, vielmehr wird Druckluft direkt an der Messstelle für den Bremsdruck angeschlossen. Zu guter Letzt bauen die Jungs noch meine Steckachse aus :-(

So geht es dann mit Warnblinkanlage auf den Abschlepper „Friedhof“ bei Torcy. Es sind jedoch nette Jungs, welche mir trotz Sprachbarriere mit zwei Verlängerungstrommeln auch noch Strom quer über den Parkplatz ziehen.


 
Da stehen wir zum zweiten Mal :-(



Da werden wir angehängt...



Fahren ohne Verbrauch ;-)....aber mit viel Frust


Position: Parkplatz beim Abschleppdienst, 46°45‘44.5“N, 04°27‘17.4“E, Tacho 100.864 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 2°C, nachts bei -1°C
Himmel: bewölkt, ab und zu etwas Sonne


Freitag, den 14.03.2025

Wir haben eine ruhige Nacht auf dem „Autofriedhof“ verbracht. Nach Info des ACV sollten wir heute in eine Werkstatt geschleppt werden. Schaumermal ;-)

Irgendwann Nachmittags gegen 13:20 Uhr werde ich unruhig, denn es hat gestern vom ACV geheißen, dass wir in eine Werkstatt geschleppt werden sollen. Den DAF der schon vor uns auf dem Hof war, ist am Morgen „abgereist ;-)“.

Nach einem Telefonat mit dem ACV wird klar, dass die Abschlepper uns nach Deutschland transportieren wollen. Das ist doch Unsinn, wenn ich genau weis, dass es ein Problem mit der Undichtigkeit der Kraftstoffzufuhr gibt.

Gegen 17:00 Uhr telefoniere ich nochmals und erwische den Ansprechpartner, welcher uns den Abschleppdienst am Donnerstag organisiert hat. Der sieht in seinem Ticket nicht mal meinen Kontakt und von einem Rücktransport nach Deutschland weis er auch nichts. Alles ein wenig seltsam! Er verspricht aber, noch mal per Mail beim französischen Partner „Druck“ zu machen, damit am Montag was läuft. Ich erkläre ihm nochmals eindringlich, dass mein Fahrzeug auf einem DAF 45 basiert und das Problem in der undichten Dieselleitung liegt.

Position: Parkplatz beim Abschleppdienst, 46°45‘44.5“N, 04°27‘17.4“E, Tacho 100.864 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 2°C, nachts bei -1°C
Himmel: bewölkt, ab und zu etwas Sonne


Samstag, den 15.03.2025

Es regnet den ganzen Tag, ab und zu auch ein paar Schneeflocken. Ich versuche mit den Leuten vom Abschleppdienst über Deepl Übersetzer ein paar Infos zu bekommen. Schwierig, entweder verstehen sie das Übersetzte nicht oder….

Nachmittags rückt der richtig große Abschleppwagen (nicht das Spielzeug, was uns abgeschleppt hat) aus und bringt eine Sattelzugmaschine inklusive Aufleger. Der spanische Fahrer scheint irgendwie von der Fahrbahn abgekommen zu sein und konnte sich nicht mehr alleine befreien. Witzig ist die Tatsache, das er aus Murcia kommt und wir nach Valencia wollen.


Position: Parkplatz beim Abschleppdienst, 46°45‘44.5“N, 04°27‘17.4“E, Tacho 100.864 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 3°C, nachts bei -1°C
Himmel: Regen mit Schneeflocken


Sonntag, den 16.03.2025

Es hat über Nacht geschneit. Die Fahrzeuge um uns herum sind mit 3cm Schnee überzogen. Wir Kochen Kaffee und gehen erst mal in den 250m entfernten Lidl einkaufen.

Dann gibt es ein ausgiebiges Frühstück mit Croissant, Rosinenschnecke, Baguette und französischen Weichkäse. Nun harren wir wieder der Dinge, die da kommen :-(
Bei dem Wetter habe ich keinen Bock am KGM zu schrauben, denn wenn ich dann von dem Matsch und der Kälte eine Woche flach liege, ist auch nichts gewonnen.

Position: Parkplatz beim Abschleppdienst, 46°45‘44.5“N, 04°27‘17.4“E, Tacho 100.864 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 2°C, nachts bei 0°C
Himmel: Schneefall in der Nacht, etwas Regen tagsüber


Montag, den 17.03.2025

Das Wetter sieht heute besser aus und bevor wir hier am „Autofriedhof“ vergammeln, mach ich ich mich mal auf die Fehlersuche… Nach Info vom ACV hat irgendwie keine Werkstatt Lust was zu machen… Wenigstens muss ich den großen Abschleppwagen nicht bezahlen :-)

Ich kontrolliere alle Verschraubungen vom Tank in Richtung Sedimentfilter ….alles fest und dicht. Der Sedimentfilter ist auch voller Diesel, also bleibt nur die kurze Verbindung zum Dieselfilter. Hier sind die „üblichen“ Steckverbinder mit ½“ O-Ringen verbaut. Also raus mit den O-Ringen und neue rein. Das dauert keine 10 Minuten. Dann Rücklauf von der Einspritzpumpe zum Tank geöffnet und an der Vorförderpumpe von Hand gepumpt, um die ESP zu entlüften. Nach ein paar Hüben spritzt mir eine Fontäne Diesel entgegen, ganz anders als vorher. Ok, dass muss es gewesen sein!

Nach dem zweiten Versuch springt der Cummins dann endlich an und läuft! Er geht auch nicht wieder wie auf der Autobahn aus. Ja, dass war es wirklich! Jetzt musste ich aber noch meine Steckwelle einbauen, welche mir der Abschleppdienst demontiert hat.

 




Zum Glück kommt einer der Arbeiter vorbei und ich kann Ihm mit Handzeichen an der Steckachse erklären, dass ich ein Dichtmittel benötige. Das bringt er mir und der Abreise steht nichts mehr im Weg. Vielleicht schaffen wir doch noch das Fallas Fest.

Wir starten so gegen 15:00 Uhr und ich habe richtig Lust ein paar Kilometer zu machen. Wir fahren auch an einer Brücke vorbei, welcher der bekannte Ingenieur Eiffel gebaut hat. Leider halten wir nicht an, da wir glauben bei Dunkelheit sieht man ja eh nichts. Dumm, denn das Bauwerk ist hell erleuchtet. Na ja, dann das nächste mal ;-)

Irgendwann gegen 22:00 Uhr fahren wir bei Saint-Germain, Millau von der Autobahn auf einen ruhigen Parkplatz und verbringen dort die Nacht.

Was ist das Ergebnis dieser Panne? Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner. Vor allem in Frankreich, wo keiner Ahnung oder Lust auf Englisch hat.


Position: Parkplatz, 44°08‘7.3“N, 03°2‘28.3“E, Tacho ---- km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 8°C, nachts bei 3°C
Himmel: bewölkt, am Abend klart es auf



Dienstag, den 18.03.2025
Wir brechen früh auf, nachdem ich nochmals die Dieselleitung vom Rücklauf und das Getriebeöl im hinteren Differential kontrolliert habe. Alles dicht :-)

Wir kommen auf der Autobahn gut voran. Teilweise geht es 5 km lang mit 6% Steigung bergauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Teilweise ist die Strecke auch mautfrei aber für die eine riesige Brücke über das ganze Tal und die Mautstrecken dazwischen zahlen wir zusammen 41,30€ Maut.

Ein imposantes Bauwerk !!


Irgendwann meldet sich auch unser Campingplatz, den wir ja schon im Januar gebucht hatten, wo wir denn bleiben. Irgendwie ist das alles ein Missverständnis, denn die Damen am Empfang hatten meine Storno ja schon bestätigt.

Kurzum vereinbaren wir durch zu fahren, um dann gegen 21:30 Uhr am Camping anzukommen. 750 km an einem Tag mit unserem Laster ist schon ein wenig anstrengend! Aber, so können wir wenigstens bis Samstag unseren Platz behalten und auf das Fallas Fest gehen.

Position: Nomadic Camper, 39°32‘56.9“N, 00°20‘34.9“W, Tacho 102.020 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 16°C, nachts bei 10°C
Himmel: Regen, am Abend wird es besser


Mittwoch, den 19.03.2025
Wir radeln nach dem Frühstück die 12 km vom Camping auf einer „Autobahn“ für Fahrräder in Richtung Valencia. Von Teresa und Peter habe ich detaillierte Informationen bekommen, wo wir hin sollen. Das erste Highlight ist die Mascleta Martes, der Platz vor dem Rathaus. Wir kommen so bis an die 20m an die Absperrung heran, dann kommt man vor Menschen nicht mehr weiter. Alle stehen, schlürfen Bier und knabbern Nüsse oder andere Sachen. So stehen wir 1,5h in der Menschenmenge und harren der Dinge, die da kommen. Irgendwann dröhnt Musik aus den Lautsprechern und dann die ersten Böller Schüsse, um alle aufzuwecken.

Die Böller sind hinter einem großen Käfig von bestimmt 100m Länge und 20 m Breite an Leinen aufgehängt. Die ersten Böller werden in die Luft geschossen und dann beginnt eine Orgie aus Blitzen, bunten Farben und unglaublichen Böllern. Mein ganzer Körper vibriert von den Böllern, welches sich nach ungefähr 5 Minuten zu einem unglaublichen Stakkato zum Abschluss steigert. Die Menge tobt und wir sind einfach nur betäubt vom Lärm. Zum Glück hatten wir uns mit einem Gehörschutz ausgerüstet….


 


 

Neben den ständig geworfenen Böllern gibt es auch einige Frauen und Männer in tollen Trachten, welche auch gerne sich von uns fotografieren lassen.

 






 .....und so enden ALLE Figuren!

 

 

Dank Goggele gibt es auch eine Übersicht aller Figuren, welche wir versuchen abzulaufen. Alle 800 werden wir nicht schaffen, aber wir entdecken einige riesige Exemplare und auch für die Kinder gibt es welche. Am Abend werden dann die Kinder Figuren ab 20 Uhr abgefackelt, die für Erwachsene ab 22 Uhr. Wir suchen uns bei Misser Masco eine Erwachsenen Figur aus, welche genau so hoch ist, wie die vierstöckigen Häuser herum. Als erstes kommt die Feuerwehr und benetzt die umliegenden Bäume und Häuser mit Wasser, dann wird ein Feuerwerk abgebrannt wie auf der Burgfarrnbacher Kirchweih und zum Schluss wird um die Figuren ein Feuerwerk abgebrannt, welches das Kunstwerk selbst in Brand setzt.

Es ist erschreckend wie schnell die ganze Sache in Flammen steht und welche Hitze und Qualm abgegeben werden! Die Feuerwehr hält mit vier Schläuchen auf die Bäume und Häuser drauf, damit nicht mehr passiert. Unglaublich! Nach 3 Minuten brennt nur noch der hölzerne Stützrahmen.

Wir sind von den vielen Eindrücken total geflasht und radeln durch die Nacht zurück zum Campingplatz.


Position: Nomadic Camper, 39°32‘56.9“N, 00°20‘34.9“W, Tacho 102.020 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 18°C, nachts bei 12°C
Himmel: bewölkt, ab 14:00 Uhr viel Sonne


Donnerstag, den 20.03.2025

Wir sind nach den letzten Tagen etwas geschafft und lassen es etwas langsamer angehen. Nachmittags radeln wir zum Strand und Abends gehen wir in eines der kleinen Lokale, wo viele Einheimische verkehren zum Essen. Wir bestellen zwei Tappas und je ein Hauptgericht. Da die Hauptgerichte sehr üppig sind, sind wir papp satt. Ok, dass haben wir uns aber auch verdient ;-)

Netter Service und fairer Preis, wobei meine riesige Fleischportion 16,50€ und ein Bier 0,4l 2,3€ kostet.

Position: Nomadic Camper, 39°32‘56.9“N, 00°20‘34.9“W, Tacho 102.020 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 18°C, nachts bei 14°C
Himmel: bewölkt, ab Mittag recht windig

 

Freitag, den 21.03.2025

Heute geht es in das größte Aquarium in Europa! Im Gegensatz zu Deutschland sind hier die Öffis unschlagbar schnell und günstig. Wir erwerben die Zone „B“ Karte (von außerhalb ins Zentrum) für sagenhafte 5€ und können damit 10 Fahrten, unabhängig von der Person in allen Zügen und Bussen verwenden. Einfach RFID-Karte am Bahnsteig oder im Bus auflegen…..fertig. SO geht VERKEHRSWENDE!

Das Oceanografic ist in der Nähe es Expo Geländes in Valencia. Von außen ein paar futuristische Gebäude, aber die wahre Größe erschließt sich erst, wenn man alle unterirdischen Aquarien durch hat…. Wir starten mit einer tollen Delphin Show und laufen dann alle Aquarien ab. Es gibt wieder viele Bilder, welche wir verarbeiten müssen! Das ganze ist in verschiedenen Themengebiete gefasst. Arktis, mit Beluga Walen, südliche Breiten mit vielen bunten Fischen, Mittelmeer.

Witzig sind besonders die Pelikane und Pinguine und die riesigen Tunnel, in denen man zwischen den Haien und Schildkröten hindurch laufen kann.

 










 

Position: Nomadic Camper, 39°32‘56.9“N, 00°20‘34.9“W, Tacho 102.020 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 18°C, nachts bei 14°C
Himmel: sonnig, ab Mittag recht windig mit heftigen Böen


Samstag, den 22.03.2025 

Zur Zeit versuche ich gerade, meine halb volle Gasflasche zum Kochen auszutauschen oder aufzufüllen. Im Netz gibt es dazu immer Aussagen, dass es „einfach um die Ecke“ machbar sei. Wir haben jetzt schon bei Cooperativen und Gashändlern gefragt, aber leider keine Lösung gefunden…

Beim letzten Gashändler haben wir zwar kein Gas bekommen, dafür aber für 1,39€ pro Liter Diesel günstig getankt :-) Dabei sind die Preisunterschiede an den Tankstellen schon mal 20ct !

Jetzt geht es erst mal weiter in Richtung Süden an der Küste entlang. Das erste Ziel sind die großen Reisfelder rund um das Naturschutzgebiet bei El Palmar. Das Örtchen zieht sich geradlinig zwischen ein paar Straßen dahin. Parkplätze und Restaurants gibt es dabei im Überfluss. Bekannt ist es jedoch für die original Paella mit Huhn- und Kaninchenfleisch, welche überall angeboten wird. Nach einem Rundgang durch das Örtchen, kehren wir im Restaurant Planta Azul ein. Wir nehmen das Menü für 22€ pro Person und können uns etwas individuelles zusammen stellen. Das al Olio für das Weißbrot ist richtig heftig, die Tintenfischringe butter weich und die Paella Pfanne für zwei Personen riesig. Am Schluss noch eine Zitronencreme oder Mousse Schokolade… Wir sind am Ende so satt, dass wir Abends nichts mehr zum Essen brauchen.

 

Es blüht überall und große Reisfelder


 Coole Wandmalerei

 Lecker Essen


Der Zwischenstopp bei einem Winzer wird leider nichts, da er die Weinproben nur noch unter der Woche abhält. Schade, aber dafür geht es nach Bocairent, einem Städchen ähnlich Rothenburg.

Vor der Ortschaft ist ein kleiner Parkplatz, da verbringen wir die Nacht.


Position: Stellplatz Bocairent, 38°45‘54“N, 00°36‘24“W, Tacho 102.168 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 18°C, nachts bei 5°C
Himmel: sonnig, den ganzen Tag recht windig mit heftigen Böen


Sonntag, den 23.03.2025

Nach dem Frühstück wird der Ort erkundet, welcher im Jahr 1587 den Titel „königliche Tuchmacherstadt“ erhalten hat. Es ist eigentlich ein ganzer Bergrücken, welcher bereits in der Jungsteinzeit bewohnt wurde. Umgeben von tiefen Schluchten und sieht das ganze aus wie ein Bienenkorb, daher auch der Name, welcher von den Mauren Bekien genannt wurde.

Die Gässchen durch welche wir streifen haben meist Kieselsteine als Oberfläche, sind schmal und trotzdem mit Autos voll geparkt. Wenn man nun denkt da kommt kein Auto durch, wird man eines besseren belehrt :-o

Es gibt tolle Ausblicke auf den Rathausplatz mit seinem Turm, durch ein Tor hindurch. Auch ein nahe gelegene Kirche, welche noch höher liegt als der Ort, ist schön anzusehen. Das beeindruckenste war jedoch der riesige, 18m durchmessende und 30m hohe Eisspeicher. Er wurde in den Felsen geschlagen und im Winter mit Eis und Schnee gefüllt. Dann bewahrte man verderbliche Lebensmittel im Sommer darin auf.





 Stierkampfarena, mitten im Dorf.


 Der Eisspeicher.

 

Aus dem Reiseführer entdecken wir noch ein Felsennest, welches so 60 km entfernt ist. Da fahren wir noch durch eine eindrucksvolle Berglandschaft hin und stellen uns am Abend, neben einigen anderen WoMos auf den Stellplatz.


Position: Stellplatz Guadalest, 38°40‘36.7“N, 00°11‘59.7“W, Tacho 102. 235km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 15°C, nachts bei 8°C
Himmel: sonnig, aber starker und kühler Wind


Montag, den 24.03.2025

Bevor die ganzen Touri Busse ankommen, wollen wir das kleine Örtchen erkunden. Es ist schon ein phantastischer Ausblick von unten auf diese Felsnadel und die ganzen Terrassen, welche früher sicherlich für den Anbau von Lebensmitteln genutzt wurde. Dazwischen Palmen und andere blühende Sträucher. Hinter dem schmalen Zugang zu der Festung, sind innerhalb der Felsen und Mauern noch einige kleinere Häusern und ein „großes Haus“ (Gran Casa) der Familie Ordufia versteckt. Durch dieses Haus hindurch, kann man zum Kastell hinaufsteigen und auch die typische Ausstattung der Räume mit Eingangshalle, Küche mit Vorratskammer, Speisesaal, Kartensaal und Adelsräume besichtigen.

Da um 10:15Uhr schon die ersten Busse mit Schulklassen und lautstarken Geschrei eingerollt sind, erklimmen wir als erstes den höchsten Punkt dieser alten Mauren Festung. Diese war bis 1609 der letzte Rückzugsort der Mauren, ehe die letzten von König Felipe III vertrieben wurden. Dies und zwei schwere Erdbeben führten zur Verwahrlosung der gesamten Region.

Oben auf dem höchsten Punkt haben wir einen grandiosen Überblick über alle Gebäude in der Festung, dem unten liegenden Stausee und dem nicht so weit entfernten Meer. Man kann sich auf dieser Felsnadel gut vorstellen, dass man mit nur wenigen Männern die steilen Felsen und Mauern gut vor anrückenden Feinden verteidigen konnte. Einfach genial, dieser Standort!

 


Der schmale Eingang von Außen.
 
Die Spitze der Festung.

Der Eingang von innen.

 

Am Schluss besuchen wir noch ein kleines, kostenloses Museum, welches die Arbeitsgeräte und Lebensweise der Bewohner im 18-19 Jahrhundert zeigt.

Nach der obligatorischen Kaffeepause im KGM mit selbstgebackenen Käsekuchen geht es in 30 minütiger Fahrt weiter zu den Wasserfällen von Algar. Auf der Fahrt und einem kleinen Fußmarsch zählen wir mal auf, was hier im März schon alles blüht: Trompentenbäume, Rosen, Ginster, Hibiskus, Lilien, Bougainvillea…..

An dem Sträuchern hängen reife Zitronen, Orangen, Nisperos und an den Bananenbäumen tut sich auch schon was. In unseren Breiten dagegen tote Hose!

Die Wasserfälle sind natürlich nicht mit denen auf Island vergleichbar, aber nett anzusehen. Es zeigt auch, wie man die Wassermassen für die Gewinnung von Strom und zur Bewässerung genutzt hat.

 



 Es wird langsam Abend und wir versuchen einen vernünftigen Stellplatz zu finden. Dies ist nicht leicht, da unser bevorzugtes Ziel gerade eine Baustelle ist. Wir quälen uns am Hafen durch die geparkten Autos und manchmal bleiben nur 5-10 cm Platz um hier durch zu kommen. Etwas genervt, halten wir hinter der Engstelle an um ein neues Ziel zu suchen.

Da kommt ein Holländer auf seinem Fahrrad vorbei und interessiert sich für unser KGM. Er erzählt von seinem 17 Jahre alten Audi 100 und dass er alles an dem Fahrzeug selber macht. Wir fachsimpeln eine Weile und dann frage ich Ihn ob er nicht einen Stellplatz für uns kennt, denn auf dem offiziellen WoMo Stellplatz ist morgen Markt, da können wir nicht hin. Ok ich checke mal die Lage und bin in 10 Minuten zurück, meint er. Tatsächlich kommt er wieder und sagt, er hat etwas direkt an der Strandpromenade. Wir folgen Ihm und wirklich, er hat eine passende Parkbucht direkt am Meer für uns gefunden!

Wir bedanken uns vielmals und freuen uns über diese „Pool Position“ für die morgigen Ausflüge.

Unsere Strecke in den letzten drei Tagen


Position: Parkplatz Altea, 38°40‘36.7“N, 00°11‘59.7“W, Tacho 102.281 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 17°C, nachts bei 12°C
Himmel: sonnig, aber zeitweise kühler Wind

 

Dienstag, den 25.03.2025

Wir verbringen eine ruhige Nacht direkt am der Strandpromenade. Draußen scheint die Sonne und wir marschieren erst mal an der Strandpromenade entlang. Dann wollen wir doch einen Überblick über die ganze Küste bekommen und gehen durch den Parc Natural de la Serra Gelada bis zu dem Leuchtturm am Ende des Parks. Der Wind ist manchmal kühl, aber wenn die Sonne kommt, brennt sie schon ganz gut :-)






Ein paar abgehärtete liegen sogar am Strand.

Hin und zurück sind es dann so um die 11 km und wir stärken uns erst mal mit Käsekuchen und Kaffee.

Position: Parkplatz Altea, 38°40‘36.7“N, 00°11‘59.7“W, Tacho 102.281 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 18°C, nachts bei 7°C
Himmel: sonnig, aber zeitweise kühler Wind

 

Mittwoch, den 26.03.2025
Wir verlassen unseren Stellplatz am Meer und wollen uns in die Berge schrauben. Stop
p, da ist noch eine Tankstelle mit Diesel für 1,34€. Da dürfen wir nicht vorbei fahren ;-)

Danach geht es aber stetig bergauf, manchmal auch recht steil und eng in Richtung der Höhle „Cuevas del Canelobre“. Wir parken ungefähr 800m vor der Höhle, da oben nur PKW vernünftig parken können. Wir kaufen unsere Tickets, welche für Andrea 12€ kosten aber ich bekomme den Seniorenpreis für 6€ :-))
Die Höhle ist mit ihren 50m Höhe echt der Hammer. Im spanischen Bürgerkrieg 1936 wurde der Tunneleingang aufgesprengt und dabei die ganzen Stalaktiten an der Decke der Höhle durch die Druckwelle abgebrochen. Dann hat man noch drei Plattformen für die Reparatur von Flugzeugmotoren eingebaut und jede Menge andere Stalagmiten beschädigt. Richtig unschön, aber es war ja Bürgerkrieg :-(
Der ursprüngliche Eingang ist nur für schlanke und zieht sich über 18m hin. In Summe ein toller Eindruck!

Danach geht es etwas in Eile zum Turron Museum der Firma El Lobo. Hier werden seit 1880 Süßigkeiten hergestellt, welche an Weihnachten unter keinen Christbaum in Spanien fehlen darf. Wir dürfen auch probieren und decken uns dann mit der Weihnacht Edition und anderen Leckereien ein, denn die war im Angebot :-)

Im Anschluss geht es durch eine Landschaft aus Hügeln und Tälern mit Farben aus weiß, orange und braun, was uns sehr stark an die „Bad Lands“ in USA erinnert. Wir beschließen den Tag auf einem Schotterparkplatz und tauschen uns mit den Nachbarn aus. Hier bekomme ich den entscheidenden Hinweis, wo man ganz legal die Gasflasche auffüllen lassen kann. Schaumermal ;-)

 
Über der Höhle ein Loch im Berg :-O


Der Eingang zur Höhle, innen darf nicht Fotografiert werden.


Landschaft wie in USA


Das Museum von El Lobo

Position: Parkplatz Agost, 38°25‘52.4“N, 00°38‘30.1“W, Tacho 102.361 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 20°C, nachts bei 7°C
Himmel: sonnig, mit ein paar Wolken

 

Donnerstag, den 27.03.2025

Der Tag beginnt sonnig aber kühl. Nach den üblichen Morgentätigkeiten machen wir die Räder klar und radeln auf der Bahnstrecke entlang. Der Weg ist meist recht grober Schotter und es geht beständig bergauf. Wir treten kräftig in die Pedale, aber mehr als 12-13 km/h geht nicht. Die Bahnlinie schneidet sich durch kleine Bergrücken und windet sich in konstanter Steigung in Richtung Berge. Bald kommt der erste Tunnel und auch ein größeres Viadukt. Die Landschaft herum sieht sehr wild aus und die Farben sind es auch. Daneben große Felder Mandel- und Olivenbäume. Irgendwie ist es auf dem Untergrund und der ständigen Steigung recht anstrengend. Am Endpunkt, bei Kilometer 22 sind wir dann schon ein wenig geschafft.

Zum Glück ist der Weg zurück zum KGM leichter zu bewältigen ;-), aber man merkt schon die Oberschenkel.





Palmen am Weg....mal was anderes



Ein Viadukt nur für Fahrradfahrer :-)
 

 
Farbspiele


 

 Geschafft!!

Strecke die letzten drei Tage


Dann versuchen wir jetzt mal den Tipp von den Nachbarn um bei einer normalen Gas Tankstelle die deutsche Gasflasche auffüllen zu lassen. Wir fahren bei Santa Pola in die PolaGas Tankstelle, fragen kurz einen Tankwart. Der sagt ja, ja, und schickt uns an die Zapfstelle. Dort holt es schnell noch einen Adapter auf unsere Gasflasche, steckt den Tankrüssel auf und lässt knapp 9 Liter in die Flasche. Fertig. Das ganze kostet 8€ und wir können nun locker 10 Wochen wieder kochen :-)

Für alle die ein ähnliches Problem im Raum Alicante haben, hier die Koordinaten der Tankstelle:
N38°12‘31.32“ W0°34‘43.26“


Position: Camping Santa Pola, 38°12‘30.0“N, 00°34‘24.8“W, Tacho 102.418 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 20°C, nachts bei xx°C
Himmel: sonnig, mit ein paar Wolken


Freitag, den 28.03.2025

Irgendwie ist es dieses Jahr etwas anstrengend….Die Dieselheizung geht auf Störung wegen mangelnden Kraftstoff :-o Kann nicht sein, haben den Tang ja gerade voll gemacht! Also, rein in die Arbeitsklamotten, runter unter das Auto und alle Verbindungen der Kraftstoffzufuhr nachgezogen. Dabei nichts auffälliges gemerkt, also mal kurzer Probelauf und dann gemerkt, dass die Pumpe nicht „klickt“. Die Pumpe ist eher ein kleiner Magnet, welcher über Puls-Weiten-Modulation die Kraftstoffmenge verändern kann. Also Anschlüsse abgemacht, Kontaktspray rein…..läuft :-)

Gegen Mittag sind wir dann mit den Rädern nach Santa Pola, einem der größten Fischerhäfen hier an der Küste gefahren. Im Zentrum gib es eine kleine Festung mit einem großen Innenhof. Als erstes fallen an der Küste die vielen Palmen auf, dann die vielen leeren Unterkünfte. Die Küste in Richtung Alicante wird bereits nach ein paar hundert Meter felsig. Aber….an den Stränden sind Hunde verboten. Die minimale Strafe ist 100€!





 

 In die andere Richtung sind längere Sandstrände und eine breite Uferpromenade. Da wir etwas hungrig sind, besuchen wir das empfohlene Lokal aus dem Reiseführer. Dies liegt unmittelbar am Hafen, wo die ganzen Fischerbote ihre Ladung löschen. Es warten schon ein paar Einheimische und so nehmen wir an der Theke Platz um auf einen freien Platz zu warten. Wir kommen mit einem älteren Schweizer ins Gespräch, welcher hier lebt, weil „etwas los ist“ in diesem Städtchen. Er gibt uns noch ein paar gute Tipps, dann dürfen wir an einen freien Tisch. Der Fisch/Tintenfisch ist wirklich sehr gut und es macht richtig Spaß, den Blick aus dem Fenster über den breiten Sandstrand schweifen zu lassen, wo ein paar „harte“ schon am Meer liegen.


Position: Camping Santa Pola, 38°12‘30.0“N, 00°34‘24.8“W, Tacho 102.418 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 21°C, nachts bei 13°C
Himmel: sonnig, mit ein paar Wolken


Samstag, den 29.03.2025
Wir radeln bei starken Gegenwind in Richtung Elche. Die 15 Kilometer ziehen sich bei diesem Wind! In der Stadt mit 240.000 Einwohner ist es deutlich wärmer als am Meer. Wir laufen durch die großen Parks, in denen in Summe 200.000 Dattelpalmen stehen. Es ist super grün diese Stadt und der privat finanzierte Park „Huerto del Cura“ ist noch viel schöner und prächtiger anzusehen. Dort werden Palmen auch Personen gewidmet und geweiht, welche sich um Spanien verdient gemacht haben. Die bekannteste Palme ist die „Sissi-Palme“, welche sich kurz über dem Boden in sieben Äste verzweigt. Diesen Palmengarten hat die österreichische Kaiserin 1894 besucht und deswegen wurde diese besondere Palme nach ihr benannt. Es gibt aber auch noch richtig große Kakteen und andere Pflanzen zu bewundern...







 

Auf dem Rückweg nach Santa Pola merken wir deutlich den Temperaturunterschied zwischen dem 22°C warmen Elche und der kühlen und windigen Promenade von 18°C in Santa Pola. Was die Stimmung jedoch hebt ist die Live Band, welche an der Promenade den Gästen mit rockiger Musik einheizt. Wir setzten uns bei einem Gläschen Wein noch ein wenig zu der Band und radeln dann zum KGM zurück.

Position: Camping Santa Pola, 38°12‘30.0“N, 00°34‘24.8“W, Tacho 102.418 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 22°C, nachts bei 12°C
Himmel: sonnig, mit ein paar Wolken, zeitweise starker Wind

 

Sonntag, den 30.03.2025
Wir fahren an der Küste entlang und biegen dann zu einer Saline ab, an der man auch die Flamingos aus der Nähe betrachten kann. Es wurde dazu ein abgeschirmter Weg zu einer kleinen Beobachtungshütte errichtet. Hier kann man durch Luken die im Wasser fischenden Flamingos gut beobachten. Da wir unser Fernglas dabei haben, sind die Tiere so nah, als würden sie 5 Meter vor uns stehen. 



Das Wasser ist echt rosa!

 

 .....und es spiegelt sich alles :-)

Weiter zur nächsten Saline, welche bei Sonneneinstrahlung rosa erscheinen soll. Es ist aber ein wenig schwierig, überhaupt einen Zugang zum See, geschweige einen Parkplatz zu finden. Alles ist mit Häusern oder Ferienwohnungen zugebaut. Wir stellen uns in eine Sackgasse und sind kaum ausgestiegen, da kommt schon ein deutsches Ehepaar und begrüßt uns, ahh, aus Füssen kommt ihr! Wieso kennen die Leute nicht den Unterschied zwischen einer Großstadt und einem bimberlas Dorf?? Passiert uns immer wieder!
Als wir es endlich an den See geschafft haben, sind im Hintergrund riesige Salzberge ….und ja, das Wasser ist wirklich rosa. Kommt vielleicht auf den Bildern nicht so recht rüber ;-)

Da die Strecke in die Berge doch etwas länger ist, fahren wir heute noch ein Stück und finden dann einen schönen und ruhigen Stellplatz an einem Stausee. Die Landschaft im Hintergrund schaut wirklich wild aus.



Position: Stausee bei Alhama de Murcia , 37°52‘59“N, W01°23‘52“W, Tacho 102.572 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 22°C, nachts bei 7°C
Himmel: sonnig, mit ein paar Wolken


Montag, den 31.03.2025
Irgendwie ist es verhext, denn schon wieder ist die Truma D6 ausgefallen. Bevor ich aber diesmal unter das Auto steige, messe ich mal, welche Spannung an dem PWM-Pumpen ankommt. Ich ziehe den Stecker direkt an der Heizung ab, und stecke ihn wieder an…..siehe da, auch die Pumpe bis
auf 1500m Höhe läuft wieder. Dann noch den Schalter durchgemessen, alles in Ordnung. Es scheint als nur eine Kontaktsache gewesen zu sein. Schaumermal, was die nächsten Tage bringen.

Wir versuchen in Richtung Norden uns vom Stausee unserem Ziel in den Bergen zu nähern. Nach ein paar km ist die Straße gesperrt und nur noch Wanderwege gehen weiter. Also gedreht und über eine gut ausgebaute Kraftfahrstraße in Richtung Caravaca de la Cruz gefahren. Obwohl wir in die Berge fahren, wird es wärmer und wärmer. Wenn wir am Meer wären, dann hätten wir vielleicht einen Sprung ins 15°C kalte Nass gewagt.

Dies ist uns übrigens sehr positiv im Landesinneren aufgefallen. Die Straßen sind gut ausgebaut und in Schuss und zwischendurch entstehen große Autobahnkreuze!

Die Zufahrt zum Parkplatz in Caravaca de la Cruz haben wir erst nach einer größeren Ehrenrunde gefunden. Dann rauf auf die Kirche, welche eigentlich aussieht wie ein Kastell. Na ja, am Eingang zur Kirche sieht man dann schon, dass sich hier ein Sektenmitglied einen feudalen Eingang gegönnt hat :-o

Sieht eigentlich von unten wie ein Kastell aus....

Die Sträßchen rund um die Kirche und Altstadt sind so eng, dass hier nur Kleinfahrzeuge wie Fiat 500 oder Seat durchkommen. Es gibt Verkehrsampeln, welche auf rot für die anderen schalten, wenn da einer entgegen kommt!

Lustig, aber absolut nichts für unseren kleinen grünen. Nach der Kaffeepause mit Nusszopf geht es weiter in die Berge. Die Landschaft verändert sich ständig und wir schrauben uns auf 1100m Höhe. Leider ist unser auserkorener Stellplatz mal wieder eine abgesperrte Großbaustelle :-( So müssen wir nach Villaverde de Guadalimar hinunter fahren. Da ist aber ein Schotterplatz mit Bänken und Frischwasser von der Gemeinde angelegt. Da bleiben wir und starten dann morgen die Wanderung.


Position: Stellplatz Villaverde de Guadalimar , 38°27‘7.59“N, 02°31‘2.47“W, Tacho 102.794 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 24°C, nachts bei 4°C
Himmel: sehr sonnig

 

Dienstag, den 1.4.2025
Wir fahren den Pass von gestern wieder hinauf und Parken ungefähr 1 Kilometer vor dem gesperrten Parkplatz an der Passhöhe. Dadurch müssen wir einen Kilometer an der Straße entlang laufen, aber es ist sehr wenig Verkehr. Dort angekommen geht es erst in den Wald, dann auf einer Forststraße entlang in Richtung Wasserfall. Auf dem Forstweg sehen wir seltsame Raupen, welche sich bis zu 7m lange Ketten organisiert haben. Seltsame Tiere!

 

Fast am Ende des Wanderweges angekommen, entdecken wir einen großen Parkplatz, gefüllt mit Bussen und PKW. Das ist ja nicht im Reiseführer gestanden, dass die faulen Touris 250m laufen müssen und wir mehr als 10 km :-(



 




 


 

Wir gehen trotzdem weiter und kommen bald an einen Aussichtspunkt, an dem wir sehen, wie mitten in der 300m hohen Felswand das Wasser des Rio Mundo aus der Felswand schießt. Gespeist wird diese Quelle aus einer 60 Kilometer langen und verzweigten Karstlandschaft. Der Anblick ist schon echt imposant! Weiter unten fließt das Wasser dann durch Gumpen und stürzt sich dann über ein paar Terrassen weiter hinunter. Leider gibt es keinen Rundweg hier und so müssen wir den gleichen Weg zurück. Beim KGM angekommen gibt es wieder Kaffee und Nusszopf, dann geht es in Richtung Ubeda. Hier bekommen wir gerade noch einen freien Stellplatz bei den Wohnhäusern der Guarda Civil.

 



Position: Stellplatz Ubeda, 38°00‘23.2“N, 03°22‘46.1“W, Tacho 102.917 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 23°C, nachts bei xx°C
Himmel: sonnig, aber dünne Wolkendecke. Abends zieht es zu


Mittwoch, den 2.4.2025

Am Morgen machen wir Ubedea unsicher. Die Gassen sind mit Kieselsteinen oder Bruchsteinen ausgelegt und recht eng. Wir finden aber tolle „Herrenhäuser“ und alte Häuser mit interessanten Fassaden. Viele Türen sind reichlich verziert, da hätte eine Freundin richtig Spaß dran ;-)

 

 

Das Rathaus mit Vorplatz
Imposante Gebäude


  Vermutlich ein Denkmal aus dem Bürgerkrieg. Die Statue scheint aber nicht beliebt gewesen zu sein, da leicht durchlöchert....

 Die letzten 160km nach Cordoba legen wir auf gut ausgebauten Bundesstraßen und Autobahnen zurück. Auf dem Camping Medina Azahara haben wir uns mit einem alten Kollegen von mir verabredet, welcher auch zufällig in der Gegend unterwegs ist. Wir tauschen Reiseinformationen aus uns unterhalten uns lange. Klar ist auch unsere Island Reise ein großes Thema :-)



Position: Camping Medina Azahara, 37°52‘13.4“N, 04°51‘21.1“W, Tacho 103.078 km
Strand: --
Wasser: --
Temperatur: 20°C, nachts bei 11°C
Himmel: sonnig, aber bewölkt. Windig und kleine Regenschauer, in der Nacht heftiger Regen